Großer Geländekurs Vietnam

Hanoi - Hue - Hoi An - Nha Trang - HCM-City

13. März - 2. April 1999


Die Rolle des informellen Sektors in Vietnam

Referentin: Kathrin Fischer

INHALTSVERZEICHNIS
Einleitung
1. Kennzeichen des informellen Sektors und ihre Anwendbarkeit auf Vietnam
2. Der informelle Sektor in Vietnam
2.1 Die Entwicklung des informellen Sektors in Vietnam
2.2 Die Beschäftigungsfelder des informellen Sektors
2.2.1 Der ambulante Handel
2.2.2 Verarbeitende Klein- und Kleinstbetriebe
2.2.3 Das Sammeln und Wiederverwerten gebrauchter Materialien
2.2.4 Dienstleistungen
2.2.5 Aushilfstätigkeiten
2.2.6 Die Cyclo-Fahrer
2.3 Beschäftigte im IS
3. Schlußbetrachtung und Ausblick
Literaturverzeichnis

Einleitung
Der informelle Sektor stellt in vielen Enwicklungsländern einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Dies ist auch in Vietnam der Fall, wo ein Großteil der Erwerbstätigen in diesem Bereich beschäftigt ist. Der informelle Sektor, der sich durch eine vielfältige Beschäftigungsstruktur auszeichnet, hat somit vielen Vietnamesen in den letzten Jahren ein, zwar niedriges, doch relativ geregeltes Einkommen gewährleistet und gleichzeitig zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit und Armut in Vietnam beigetragen.

Im folgenden wird ein Überblick über die Ausprägungen des informellen Sektors in Vietnam gegeben. Hierzu werden zunächst dessen geschichtliche Entwicklung und anschließend typische Beschäftigungsfelder sowie die dort tätigen Menschen beschrieben. Auf die für Vietnam charakteristische Besonderheit, die Cyclo-Fahrer, wird im speziellen eingegangen.

1. Kennzeichen des informellen Sektors und ihre Anwendbarkeit auf Vietnam
Der englische Begriff "informal", der der deutschen Bezeichnung des "informellen Sektors" zugrundeliegt, hat im Deutschen die Bedeutungen "inoffiziell, zwanglos und formlos". Diese Übersetzungsmöglichkeiten zeigen bereits das Grundkonzept des informellen Sektors, das Hemmer (1988) folgendermaßen definiert:

Der informelle Sektor umfaßt im Prinzip sämtliche ökonomische Aktivitäten eines Landes (und zwar nicht nur in städtischen, sondern auch in ländlichen Gebieten), die nicht den organisatorischen Standards der "modernen", überwiegend aus Industrieländern importierten Technologien entsprechen.

Aus: Hemmer, 1988:641f.

Folgende Kriterien dienen im wesentlichen der Abgrenzung des informellen vom formellen Sektor. Sie sind u. a. bei Hemmer (1988:642) oder bei Thai Thi (1996:392) aufgeführt.

Weiterhin zeichnet sich der informelle Sektor durch einen geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad sowie unternehmerische Initiative und Kreativität aus.

Andere Begriffe, die aber jeweils nur Teilbereiche des informellen Sektors abdecken und damit nur bedingt alternativ genutzt werden können, sind "Schattenwirtschaft, Überlebensökonomie und Subsistenzwirtschaft".

Ein Kritikpunkt am Konzept des wie oben umrissenen informellen Sektors bezieht sich auf die Tatsache, daß die zum informellen Sektor gehörenden Betriebe und Beschäftigten aufgrund der wenig eindeutigen Definitionen und Maßeinheiten stark voneinander abweichen. Außerdem gestaltet sich die Abgrenzung vom formellen Sektor als schwierig.

Die dualistische und damit sehr grobe Struktur dieses Konzepts, also die Aufteilung einer Volkswirtschaft in einen formellen und einen informellen Bereich, die kaum Berührungspunkte miteinander haben, wird ebenfalls häufig bemängelt, da sie den Gegebenheiten in den Entwicklungsländern nur in begrenztem Umfang gerecht wird (s. z.B. Schamp, 1989:12ff oder Hemmer, 1988:642f).

Es gibt eine Vielzahl weiterer Kritikpunkte am Konzept des informellen Sektors, die aber aufgrund des limitierten Umfangs dieser Arbeit nicht aufgeführt werden können. Sie sind jedoch bei Schamp (1989:12ff) sowie bei Mead und Morrisson (1996) nachzulesen.

Trotz aller Vorwürfe ist die Betrachtung des informellen Sektors, also der "Tätigkeiten zum Zwecke der Einkommenserzielung, die als Selbst- oder abhängige Beschäftigung in kleinsten Betriebseinheiten ausgeführt werden" (Schamp, 1989:8), gerade im Fall Vietnam sinnvoll, da dieser hier eine wesentliche Rolle spielt.

2. Der informelle Sektor in Vietnam
Erst seit Beginn der 90er Jahre besteht ein öffentliches Interesse am informellen Sektor in Vietnam. Zuvor wurde das als "kapitalistisch" verschrieene Thema meist gemieden oder mit negativen Assoziationen belegt. Daher gibt es momentan nur eine sehr begrenzte Anzahl an Informationen zu dieser Materie. Die ersten Studien wurden vom vietnamesischen Minsterium für Arbeit, Kriegsinvaliden und Soziales durchgeführt; außerdem hat das Resultat des Zensus von 1989 erste Zahlen hinsichtlich des privaten Sektors gebracht. Bei allen Statistiken zu diesem Thema ist jedoch zu beachten, daß sie nicht selten von der Realität abweichen und häufig auf Schätzungen beruhen.

Im allgemeinen läßt sich folgendes über den informellen Sektor in Vietnam sagen: Insgesamt sind etwa 15% bis 20% der erwerbstätigen Bevölkerung in diesem Bereich tätig. Seine Bedeutung nimmt von Norden nach Süden und vom Land zur Stadt hin zu: So arbeiten in den ländlichen Gebieten des Nordens 10% - 15% und in den städtischen Gebieten 15% - 20% der Erwerbstätigen im informellen Sektor. Im Süden Vietnams sind in den ruralen Bereichen 30% - 40% und in den urbanen Zentren (Ho Chi Minh-City) 40% bis 50% der erwerbstätigen Bevölkerung in diesem Bereich tätig. Es ist allerdings eher von einer höheren Beschäftigtenzahl auszugehen, da die Dunkelziffer in diesem Bereich nicht unerheblich ist.

Die Einkommen im informellen Sektor sind gemeinhin relativ niedrig, doch liegen sie meistens dennoch über den Löhnen des Staatssektors. In Hanoi verdient ein im informellen Sektor Tätiger im Schnitt etwa 20% mehr als ein Staatsangestellter, in Ho Chi Minh-City liegt der Verdienst im informellen Sektor sogar um 35% höher als im Staatssektor. Allerdings wird eine Tätigkeit im informellen Sektor im allgemeinen als weniger stabil angesehen (Thai Thi, 1996:388).

Es sind sowohl Frauen und Männer als auch Kinder in diesem wirtschaftlichen Bereich tätig. Ein Großteil der Migranten, die jährlich in die großen Städte Vietnams ziehen, hat einen Job im informellen Sektor gefunden. Das Beschäftigungsfeld innerhalb dieses Bereichs ist sehr differenziert und reicht von Tätigkeiten im ambulanten Handel über Reparaturdienste und andere Dienstleistungen bis hin zum Ankauf von gebrauchten Gegenständen und Sammeln von wiederverwertbarem Abfall.

Die Beschäftigungsstruktur und die im informellen Sektor beschäftigten Menschen werden nach einem kurzen Überblick über die Entwicklung dieses Wirtschaftssektors in den folgenden Kapiteln ausführlicher behandelt.

2.1 Die Entwicklung des informellen Sektors in Vietnam
Schon vor der französischen Kolonialherrschaft gab es eine große Anzahl von Klein- und Kleinstbetrieben in Vietnam. Aufgrund des schlechten Absatzmarktes für französische Produkte bewirkte die Kolonialmacht ein Verbot des informellen Sektors, das jedoch von vielen Vietnamesen umgangen wurde.

Nach der Teilung Vietnams im Juli 1954 begann der informelle Sektor im südlichen Teil des Landes regelrecht aufzublühen. Dies ist vor allem auf die Präsenz hunderttausender US-Soldaten zurückzuführen, durch die mehr Kapital im Umlauf und der Bedarf an Nahrungsmitteln und Dienstleistungen deutlich gestiegen war.

Im Jahre 1975 eroberten die nordvietnamesischen Streitkräfte Südvietnam; bald darauf begann die verhältnismäßig schnelle Transformation zum Sozialismus. Dies hatte ernsthafte Folgen für Südvietnam und auch für den informellen Sektor: Die kommunistische Regierung unternahm den Versuch, den informellen Sektor durch Verbote einzuschränken. Dies bewirkte einen Rückgang der informellen Tätigkeiten, der aber nicht durch Statistiken belegt wurde.

Gleichzeitig wurde, so Freeman (1996:188ff), der informelle Sektor jedoch auch indirekt durch die neuen politischen Entwicklungen und Veränderungen gestärkt.

Private Unternehmen im Süden und verbleibende chinesische Betriebe im Norden wurden aufgelöst oder kollektiviert; ausgebildete Arbeitskräfte verließen das Land, neuentwickelte Technologien blieben aus; die Reallöhne sanken bei gleichzeitiger Steigerung der Inflationsraten; es kam zu Versorgungsknappheiten. Diese Verschlechterung der Bedingungen hat dazu beigetragen, daß der informelle Sektor mehr und mehr an Bedeutung gewinnen konnte. Einerseits bot er Beschäftigung und dringend erforderliches Kapital und stabilisierte somit die städtische Kaufkraft. Andererseits gewährleistete er die Versorgung mit lebensnotwendigen Nahrungsmitteln und Dienstleistungen. Das fehlende Vertrauen in das nationale Bankensystem war zusätzlich Voraussetzung und Auslöser für die Entstehung eines informellen Kreditwesens.

Laut Freeman (1996:192) war der informelle Sektor "one of the few expanding sectors in the Vietnamese economy under the communists". Während der, wirtschaftlich gesehen, äußerst trüben Jahre von 1975 bis 1986 hat der informelle Sektor lebensnotwendige Nahrungsmittel und Dienstleistungen beschafft. Freeman argumentiert weiter, daß die ökonomische Entwicklung nach Doi Moi, der 1986 verabschiedeten Wirtschaftsreform, ohne die langjährige Erfahrung der vietnamesischen Bevölkerung mit der Schattenwirtschaft nicht so schnell und vor allem nicht so erfolgreich abgelaufen wäre. Seiner Meinung nach wäre es ohne die bereits existierenden, gut organisierten wirtschaftlichen und logistischen Strukturen des informellen Sektors sehr wahrscheinlich zu einem ökonomischen Chaos gekommen.

Nach der Reform Doi Moi, die eine Hinwendung zur freien Marktwirtschaft beabsichtigte, erlebten die Klein- und Kleinstbetriebe in Hanoi und besonders in Ho Chi Minh-City einen wirtschaftlichen Boom. Schätzungen zufolge machte der private Sektor Mitte der 80er Jahre bis zu 85 % des BSP aus (Freeman, 1996:194). Mehr und mehr Menschen drangen auf den informellen Arbeitsmarkt. Diese enormen Veränderungen für den informellen Sektor werden verschiedenen Faktoren zugeschrieben:

Offizielle Genehmigung privater verarbeitender Kleinbetriebe: Durch die Legalisierung großer Teile des informellen Sektors beginnt eine neue Beschäftigungswelle in diesen Bereichen.

Wachsende Arbeitslosigkeit aufgrund der Auflösung vieler staatlicher Großbetriebe: Nach Doi Moi hat laut Weijers (1997:4) etwa 1 Million Erwerbstätige ihren Job im Staatssektor verloren; große Teile dieser Arbeitslosen können jedoch eine Beschäftigung im informellen Sektor finden.

Rückkehr vieler Vietnamesen aus dem Ausland: Besonders aus dem Nahen Osten und Osteuropa kehren 1989 Tausende von arbeitslos gewordenen Vietnamesen zurück. Dies hat einerseits direkte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, andererseits auch indirekte Auswirkungen auf den Staat, da die zuvor regelmäßigen Finanztransfers nun ausbleiben. Allerdings finden viele der meist qualifizierten Rückkehrer Anstellungen außerhalb des informellen Sektors (Weggel, 1994:581).

Als Ergebnis der 2. Indochina-Flüchtlingskonferenz kehren ab 1990 zusätzlich viele "Boat People" aus Malaysia, Hong Kong, Thailand und Indonesien zurück; sie dringen ebenfalls auf den (informellen) Arbeitsmarkt.

Sinkende Löhne und Verschlechterung der sozialen Unterstützungen im Staatssektor: Die Bedingungen der vor Doi Moi gut bezahlten Anstellungen im Staatssektor, die zudem soziale Vorteile mit sich brachten (Familienunterstützung, Gesundheits- und Altersversorgung, ...), verschlechtern sich: Das Einkommem im privaten Sektor übersteigt im allgemeinen das des Staatssektors, weshalb viele ehemalige Staatsangestellte in den informellen Sektor überwechseln oder Zweit- und Drittjobs im privaten Bereich annehmen, um wenigstens das Minimum der Lebenshaltung (1988: 6.600 Dong, also etwa US-$ 10, monatlich; Statistisches Bundesamt, 1988:99) erreichen zu können.

Demobilisierung der vietnamesischen Streitkräfte: Die Reduzierung der Armee ohne staatliches "Auffangnetz" hat inzwischen dazu geführt, daß Hunderttausende ehemaliger Soldaten arbeitslos geworden sind und ebenfalls Jobs im informellen Sektor suchen oder bereits gefunden haben.

Die derzeitige Arbeitsmarktsituation in Vietnam ist hauptsächlich durch eine rapide steigende Arbeitslosigkeit gekennzeichnet. Verläßliche und eindeutige Zahlen sind jedoch nicht vorhanden, da das Thema der Arbeitslosigkeit, ähnlich wie Informationen über den informellen Sektor, im realsozialistischen Vietnam zu den Tabus gehört. Baratta (1996:727) nennt für Anfang 1995 eine Arbeitslosenquote von 6,1 % sowie eine Unterbeschäftigtenzahl von 16 %. Weggel (1994:580) geht von einer städtischen Arbeitslosigkeit von 10 % aus und verweist auf die Parteizeitung Nhan Dan, in der von einer städtischen Arbeitslosigkeit von 20 % die Rede ist.

Das Statistische Bundesamt (1988:48) spricht von einem jährlichen Zuwachs von etwa 1 Million Arbeitskräften, für die jedoch nur etwa 500.000 Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Diese Zahlen treffen laut Viet Nam News vom 6. März 1988 auch noch 10 Jahre später zu. Allerdings läßt das Ministerium für Arbeit, Kriegsinvaliden und Soziales verlauten, daß 1998 3 Millionen Menschen einen Job benötigen und sich diese Zahl vermutlich im Jahre 2010 verzehnfacht haben wird; dann sollen gemäß einer Schätzung der Viet Nam News 32-33 Millionen Menschen auf der Suche nach Arbeit sein.

Wichtige Gründe für die Arbeitslosigkeit sind neben den oben genannten Faktoren noch das allgemeine Bevölkerungswachstum (1985 bis 1994: 2,1 %; Baratta, 1996:726), die stark überjüngte Bevölkerungsstruktur, die zunehmende Land-Stadt-Migration, die den Bevölkerungsdruck in den Städten verstärkt, sowie die Tatsache, daß der staatliche Haushalt überfordert ist und daher keine Arbeitsplätze in großem Umfang schaffen kann

Insofern ist eine Beschäftigung im flexiblen informellen Sektor für viele Menschen in Vietnam die beste und häufig auch die einzige Möglichkeit, zumindest für ihr Existenzminimum zu sorgen.

2.2 Die Beschäftigungsfelder des informellen Sektors
Der informelle Sektor in Vietnam umfaßt eine große Vielzahl sehr verschiedener Betätigungsfelder, von denen im Rahmen dieser Arbeit nur ein sehr geringer Teil dargestellt bzw. genannt werden kann.

Die Aktivitäten, die dem informellen Sektor zugeordnet werden (wobei eine klare Abgrenzung zum formellen Sektor häufig nicht möglich ist) lassen sich grob in fünf Hauptbereiche untergliedern: Den ambulanten Handel, verarbeitende Klein- und Kleinstbetriebe, Sammeln und Wiederverwerten gebrauchter Materialien, Dienstleistungen und Aushilfstätigkeiten.

Auch hier gibt es häufig Probleme der Einordnung sowie Überschneidungen. Bromley (1988:161ff) benutzt eine andere, wesentlich detailliertere Einteilung, die aber für diese kurze Einführung zu komplex erscheint.

Der informelle Sektor hat nicht nur eine große Bandbreite von Produkten und Dienstleistungen zu bieten, sondern weist ebenfalls ein breites Spektrum in bezug auf Verdienstmöglichkeiten und Legalität der jeweiligen Tätigkeiten auf. So kann man laut Thai Thi, der im übrigen eine relativ detaillierte Liste der Aktivitäten des informellen Sektors in Vietnam anfügt, zwischen 120.000 und 1.200.000 Dong monatlich (also etwa zwischen US-$ 10 und 100) in diesem Wirtschaftsbereich verdienen (Thai Thi, 1996:405-410). Sicherlich sind auch noch höhere Einkünfte möglich. Die Unterteilung in legale und illegale Bereiche des informellen Sektors ist häufig kaum möglich, da die Bestimmungen der Regierung nicht immer genau sind und mit etwas Geschick umgangen werden können.

Im folgenden sollen einige der häufigsten und ausgefallensten Tätigkeiten aufgeführt werden. Diese geben einen Eindruck von der Kreativität und der schnellen Anpassungsfähigkeit, also den Eigenschaften, die häufig notwendig sind, um eine ökonomische Nische zu entdecken und diese gewinnbringend auszunutzen. Außerdem zeigen sie, daß sich viele im informellen Sektor Beschäftigte an den Bedürfnissen der (niedrigeren Schichten der) Bevölkerung orientieren; allerdings richten sich mittlerweile viele Tätigkeiten auch nach der Nachfrage der Touristen. Eine Vielzahl der Aktivitäten werden durch die Städter abgelehnt und deshalb von Migranten ausgeführt.

2.2.1 Der ambulante Handel
Die Mehrzahl der im informellen Sektor Tätigen sind im Bereich des ambulanten Handels aktiv. Unter dieser Bezeichnung versteht man Einzelhändler ohne festen Verkaufsort. Durch die dadurch fehlenden Kosten für Standplatz bzw. Miete und Steuern kann ein geringerer Preis als üblich gefordert werden. Allerdings versucht die vietnamesische Regierung schon seit längerer Zeit, den amulanten Handel einzuschränken. Daher sind die in diesem Bereich Beschäftigten dazu verpflichtet, eine spezielle Lizenz einzuholen und regelmäßig Steuern an den Staat abzugeben. Dem wird nicht immer Folge geleistet, so daß ein großer Teil des ambulanten Handels in der Illegalität stattfindet.

Zu den Produkten, die im Straßenverkauf angeboten werden, gehören unter anderem:

Aus der Not der Einzelhändler haben andere eine Tugend gemacht und bieten nun häufig benötigte Waren in einem informellen Großhandel an (Thai Thi, 1996:394).

2.2.2 Verarbeitende Klein- und Kleinstbetriebe
Die Produkte des informellen Sektors sind häufig besonders einfallsreich, was u. a. mit der Tatsache zusammenhängen kann, daß die Regierung zu Beginn der 90er Jahre die Herstellung und den Verkauf der Waren genehmigte, die der Staat der Bevölkerung nicht selber zur Verfügung stellen konnte. Zu diesen gehören neben vielen anderen:

2.2.3 Das Sammeln und Wiederverwerten gebrauchter Materialien
In diesem Bereich des informellen Sektors ist das Einkommen meist am geringsten. Die hier Tätigen stehen an unterster Stelle des informellen Sektors. Trotzdem muß beachtet werden, daß diesem Bereich eine wichtige Aufgabe zukommt: Mit dem Sammeln und Recyclen von Abfall und hier insbesondere von wiederverwertbaren Materialien wird für eine sinnvolle Mülltrennung und, so Hemmer (1988:645), für eine "verbesserte Allokation knapper Ressourcen" gesorgt.

Das Sammeln geschieht sowohl auf Müllhalden am Rande der Städte als auch direkt in der Bevölkerung durch "Hausbesuche". Folgende Materialien werden besonders häufig gesammelt:

2.2.4 Dienstleistungen
Den angebotenen Dienstleistungen scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Um etwas mehr Übersicht gewährleisten zu können, scheint die von Bromley (1988:161ff) benutzte Klassifikation in Transportwesen, persönliche Dienstleistungen, Dienstleistungen zur Wahrung der Sicherheit und Prostitution. Allerdings wird die weitverbreitete Form des informellen Kreditsystems in dieser Einteilung nicht berücksichtigt.

Zum Transportwesen gehören u. a.:

Persönliche Dienstleistungen umfassen unter anderem: Stadtführungen (häufig von im informellen Transportwesen Beschäftigten durchgeführt)

Hemmer (1988:645) bemerkt, daß informelle Reparaturbetriebe zum Erhalt von Sachkapital beitragen und somit einen "gesamtwirtschaftlichen Kapitaleinsparungseffekt" zur Folge haben.

Dienstleistungen zur Wahrung der Sicherheit werden durchgeführt von:

Das informelle Kreditwesen, also das informelle Bereitstellen von Kapital, spielt in Vietnam eine große Rolle, da das Vertrauen in das staatliche Bankwesen häufig nicht sehr groß ist. Außerdem benötigt eine relativ große Anzahl von Menschen einen Kredit, um das Startkapital für den Eintritt in den informellen Sektor aufbringen zu können. Schon zu Beginn der Zeit der kommunistischen Regierung in Südvietnam gab es hier ein ausgeprägtes informelles Kreditwesen, das mit US-$ aus dem Ausland gespeist wurde. Heute spielt der Schwarzmarkt aufgrund des zunehmenden Tourismus eine immer bedeutendere Rolle.

3.2.5 Aushilfstätigkeiten
Die Bereitstellung der körperlichen Fähigkeiten für Aushilfstätigkeiten ist ebenfalls ein häufiges Phänomen. Li (1996:7) berichtet von der Entstehung von "Arbeitsmärkten" in Hanoi. Auf diesen Märkten stellen hauptsächlich Migranten ihre "Arbeitskraft" gegen Bezahlung zur Verfügung. Sie werden größtenteils für Renovierungs- und Bauaktivitäten, jedoch auch für Tätigkeiten in ganz anderen Bereichen, angeworben.

3.2.6 Die Cyclo-Fahrer
(c) 1996 M. Waibel
Quelle: Michael Waibel 1996

Die Cyclos (Rikschas)gelten als Symbol Vietnams und sind hier derzeitig noch nicht aus dem Straßenverkehr wegzudenken. Da das Cyclo-Fahren zudem für einen großen Teil der männlichen, städtischen Bevölkerung die Lebensgrundlage darstellt, erscheint eine kurze Erläuterung sinnvoll.

Es stehen keine offiziellen Beschäftigungszahlen zur Verfügung, doch erwähnt Li (1996:10), daß 1992 etwa 3.350 Migranten in Hanoi als Cyclo-Fahrer tätig waren. Nimmt man an, daß jährlich etwa 200.000 Menschen nach Hanoi kommen (Minh, 1997:47), so bedeutet dies, daß etwa 1,5% aller Migranten eine Beschäftigung als Cyclo-Fahrer gefunden haben. Dies sind allerdings nur die registrierten Fahrer, so daß von einer wesentlich höheren Beschäftigungszahl ausgegangen werden muß. Nach Thai Thi (1996:407) gibt es allein in Ho Chi Minh-City 40.000 bis 50.000 Cyclo-Fahrer.

Cyclo-Fahrer sind ausnahmslos männlichen Geschlechts. Ihr Alter reicht von 15 bis etwa 60 Jahre. Ihr persönlicher Hintergrund ist oft sehr verschieden: Meist übernehmen Migranten - häufig aus dem gleichen Dorf (Li, 1996:19f) - diese Aufgabe, es gibt jedoch auch junge Städter ohne Ausbildung, die sich hiermit ein Zubrot verdienen sowie Staatsangestellte, deren Zweitbeschäftigung das Cyclo-Fahren ist. Storey und Robinson (1998:183) sprechen außerdem von Cyclo-Fahrern, die vor dem 2. Vietnamkrieg als Ärzte, Lehrer oder Journalisten im formellen Sektor tätig waren und mit dem Grund, sie hätten auf Seiten der Amerikaner gestanden, ihre Staatsbürgerschaft abgeben und in Umerziehungslager gehen mußten. Da die meisten heute noch immer keine offizielle Wohnberechtigung haben und ihnen somit der Weg in den formellen Sektor verwehrt ist, bleibt ihnen häufig nichts anderes übrig, als im informellen Sektor ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Viele der Cyclo-Fahrer mieten ein Cyclo für etwa US-$ 1 pro Tag und nutzen es häufig durchgehend mit mehreren Personen. Eigene Cyclos - der Preis für ein neues Cyclo liegt zwischen US-$ 150 und 500 (Eastman, 1996), zum Kauf ist eine Aufenthaltsgenehmigung notwendig - dienen oft auch als Schlafstätte für den Fahrer. Die Durchschnittseinnahmen sind mit US-$ 0,20 pro Kilometer nicht sehr hoch, doch gehören die Cyclo-Fahrer mit einem monatlichen Verdienst von 800.000 cis 1.000.000 Dong monatlich doch zu den "Besserverdienenden" im informellen Sektor (Thai Thi, 1996:407).

cyclo not allowed sign in HanoiDie Zukunft der Cyclos ist ungewiß, da neue Regulierungen darauf abzielen, sie gänzlich aus dem Straßenbild zu verbannen. Seit 1995 müssen Cyclo-Fahrer Lizenzen erwerben, für die eine Prüfung abgelegt werden muß. Ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung für den Ort, an dem die Cyclos eingesetzt werden sollen, kann aber nicht an dieser Prüfung teilgenommen werden. Außerdem sind nur noch bestimmte Straßen für den Cyclo-Verkehr freigegeben. Bei Nichteinhaltung der Regeln werden hohe Strafen verlangt.

Es bleibt daher zu fragen, wie lange dieses Transportmittel unter diesen Umständen noch attraktiv bleiben und sowohl eine sinnvolle Beschäftigung als auch ein geregeltes Einkommen für einen großen Teil der Bevölkerung bieten kann.

2.3 Beschäftigte im IS
Der Abschnitt über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Cyclo-Fahrer hat gezeigt, daß sich der Hintergrund der im informellen Sektor Beschäftigten ebenso vielfältig wie auch die Angebote und Tätigkeiten in diesem Bereich gestaltet.

Trotzdem gibt es einige Hauptgruppen, typische Hintergründe und Umstände, die im folgenden kurz erläutert werden sollen.

Die Mehrzahl der Menschen, die einen Job im informellen Sektor ausüben, sind Migranten, die mit der Hoffnung auf ein höheres Einkommen und bessere Lebensbedingungen aus ihrem Heimatort in die großen Städte gezogen sind. Da der Hauptteil dieser Migranten nur über eine geringe Schulbildung verfügt und keine Aufenthaltsgenehmigung besitzt, bleibt als einzige Möglichkeit nur eine Beschäftigung im informellen Sektor. Es bestehen Unterschiede zwischen den Migranten, die nach Hanoi gehen und denen, deren Ziel Ho Chi Minh-City ist: Während letztere meist für einen längeren, häufig unbestimmten Zeitraum in die Stadt gehen, zeichnen sich die "Hanoi-Migranten" dadurch aus, daß sie meist saisonal in der Landwirtschaft arbeiten und in den Ruhezeiten in Hanoi Geld verdienen (Viet Nam News, 7. März 1988).

Viele Migranten schicken das im informellen Sektor verdiente Geld an ihre Familien auf dem Lande. Hier kann, ganz im Gegensatz zu den Metropolen Vietnams, eine Familie von 100.000 bis 200.000 Dong monatlich überleben. Laut Li (1996:49) verdient ein Migrant in der Stadt etwa 17 Mal so viel wie ein Arbeiter auf dem Lande.

Insbesondere in Hanoi gibt es noch eine dritte Gruppe von Migranten, die (mehrmals)täglich vom Land in die Stadt pendeln, um hier informell ihre selbst angebauten Nahrungsmittel zu verkaufen.

Es sind jedoch nicht nur Migranten im informellen Sektor tätig, sondern auch Staatsangestellte, die, um ihr niedriges Gehalt aufzubessern, einen Zweit- oder Drittjob in diesem Bereich annehmen. Auch Studenten und andere Menschen mit höherem Schulabschluß arbeiten im informellen Sektor, um sich ein Leben in einer der Metropolen Vietnams leisten zu können. Ihr Anteil ist aber eher vernachlässigbar.

Betrachtet man die im informellen Sektor Tätigen bezüglich ihres Geschlechts und ihres Alters, so fällt zunächst auf, daß mehr als 50% von ihnen Frauen sind (Freeman, 1996:181 und Thai Thi, 1996:395). Ein Großteil der Frauen hat nur eine geringe Schulbildung, so daß für sie die Chancen, im formellen Sektor eine Tätigkeit anzunehmen, sehr niedrig sind. Die Frauen sind hauptsächlich im ambulanten Verkauf, als Haushilfen, Putzfrauen, Kellnerinnen, aber auch in der Müllsammlung und -wiederverwertung tätig, wo sie körperlich anstrengende, schlecht bezahlte Jobs ausführen.

Im informellen Sektor sind Menschen nahezu jeden Alters vertreten. Es ist jedoch offenkundig, daß die Zahl der arbeitenden Kinder seit Doi Moi von Jahr zu Jahr zugenommen hat. 1998 wurden mehr als 25.000 bedürftige Kinder in Ho Chi Minh-City gezählt, von ihnen waren jedoch nur 38% auch hier geboren. Das Durchschnittsalter ist mit 13,5 Jahren bei den Jungen und mit 13 Jahren bei den Mädchen sehr jung. 45,5% der Kinder hat eine dreijährige Schulausbildung hinter sich, die Zahl der Schulabbrüche hat jedoch seit 1986 stark zugenommen und liegt jetzt (1995) bei 39,1% (Thai Thi, 1996:397; alle der oben genannten Angaben beziehen sich auf HCM-City). Der Großteil dieser Kinder lebt auf der Straße, arbeitet dort für ein unregelmäßiges, meist sehr niedriges Einkommen und unter harten Lebensbedingungen. Es gibt keinen gesetzlichen Schutz vor Ausbeutung. Die Gefahr, in ein kriminelles Umfeld zu geraten, ist für die Kinder sehr groß (Viet Nam News, 7. März 1998).

Sie werden häufig aus Kostengründen von der Schule genommen (seit Doi Moi ist der Schulbesuch und das allgemeine Leben merklich teurer geworden) und müssen arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen.

3. Schlußbetrachtung und Ausblick
Ein großer Teil der vietnamesischen Erwerbstätigen ist im informellen Sektor beschäftigt. Besonders in den Metropolen - und hier insbesondere in Ho Chi Minh-City - ist der informelle Sektor von großer Bedeutung. Die Aktivitäten sind sehr vielseitig und reichen vom ambulanten Handel über diverse Dienstleistungen bis hin zu illegalen Tätigkeiten. Die stark voneinander abweichenden Löhne sind relativ niedrig, doch übertreffen sie im nationalen Vergleich meist die des Staatssektors. Hierin liegt einer der Hauptgründe für die herausragende und noch zunehmende Bedeutung des informellen Sektors in Vietnam.

Diesem Wirtschaftsbereich werden sowohl positive als auch negative Auswirkungen zugeordnet. Es ist in dieser Schlußbetrachtung daher sicherlich sinnvoll, die Bedeutung des informellen Sektors hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung Vietnams zu erörtern.

Das Hauptproblem der Arbeit im informellen Sektor besteht in dem Fehlen sowohl wesentlicher Arbeitsschutzmaßnahmen als auch von Maßnahmen zur sozialen Absicherung der Beschäftigten. Es darf auch nicht vergessen werden, daß sich große Bereiche des informellen Sektors in der Illegalität befinden. Weiterhin zieht das Vorhandensein von informellen Arbeitsmöglichkeiten in den Metropolen bzw. die Hoffnung darauf, Migrantenströme nach sich. Dies führt wiederum zu einer negativen Ausweitung informeller Unterkünfte (Slumbildung) sowie zu einer Abnahme und Verschlechterung der natürlichen Ressourcen (Beispiel Trinkwasser!).

Diesen negativen Folgen eines ausgeprägten informellen Sektors stehen allerdings auch positive Auswirkungen gegenüber: Wie am Beispiel von Vietnam deutlich geworden ist, bietet der informelle Sektor Jobs und Einkommen für Arbeitslose und Unterbeschäftigte, ohne daß diese über ein hohes Startkapital oder höhere Schulbildung verfügen müssen. Somit sorgt er für die Reduzierung der Armut großer Bevölkerungsteile, welche durch den Staat sehr häufig nicht gewährleistet werden kann. Thai Thi (1996:403) gibt dazu an, daß trotz schlechter Bezahlung und einfacher Aufgaben 40% der Bevölkerung Ho Chi Minh-Cities ihren Lebensunterhalt aus dem informellen Sektor beziehen konnten.

Nur wenige Studien haben sich bis jetzt mit der ökonomischen Bedeutung dieses Wirtschaftbereiches beschäftigt, doch Schätzungen gehen von einem relativen Beitrag des informellen Sektors zum BIP in einer Höhe von 10% bis 50% aus (Hemmer, 1988:643).

Ein weiterer Vorteil besteht in der Tatsache, daß der informelle Sektor für die Herstellung und Vebreitung von Produkten und Dienstleistungen sorgt, die von den Niedrigeinkommens-haushalten nachgefragt werden, die aber nicht durch den modernen Sektor abgedeckt werden können. Außerdem tragen bestimmte Bereiche des informellen Sektors, so Hemmer (1988:645), dazu bei, daß Sachkapital erhalten bleibt und knappe Ressourcen besser genutzt werden können.

Die Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile des informellen Sektors verdeutlicht das Potential, das in diesem Wirtschaftsbereich steckt. Ohne die Beschäftigungsmöglichkeiten und das Angebot des informellen Sektors wäre die Situation in Vietnam in vielen Bereichen und für große Teile der Bevölkerung nahezu hoffnungslos. Aus diesen Gründen erscheint es, entgegen anderslautender Meinungen und nur, sofern die Reduzierung der Armut nicht mit Hilfe des formellen Sektors möglich ist, notwendig, den informellen Sektor als produktiven und für die Gesamtwirtschaft essentiellen Wirtschaftssektor anzuerkennen und in entwicklungspolitische Überlegungen miteinzubeziehen.

Literaturverzeichnis
Baratta, M. von, Hrsg. (1996): Der Fischer Weltalmanach 1997. Frankfurt a. M.
Bromley, R. (1988): Working in the Streets: Survival Strategy, Necessity, or Unavoidable Evil? In: Gugler, J., Hrsg. (1988): The Urbanization of the Third World. Oxford.
Freeman, D. B. (1996): Doi Moi Policy and the Small-Enterprise Boom in Ho Chi Minh City, Vietnam. In: Starrs, P. F., Hrsg.: The Geographical Review. Vol. 82, No. 2. S. 178-197.
Mead, D. C. und C. Morrisson (1996): The Informal Sector Elephant. In: World Development. Vol. 24, No. 10. S. 1611-1619
Schamp, E. W., Hrsg. (1989): Der Informelle Sektor - Geographische Perspektiven eines umstrittenen Konzepts. Aachen.

Statistisches Bundesamt, Hrsg. (1988): Länderbericht Vietnam 1988. Wiesbaden.
Storey, R. und D. Robinson (1998): Vietnam. Berlin.
Thai Thi, N. D. (1996): Le secteur informel à Ho Chi Minh-Ville. In: Cahiers d´Outre-Mer, Nr. 49 (196). Oktober - Dezember 1996. S. 387-410.
Thai Thi, N. D. (1996): La femme dans le secteur informel à Ho Chi Minh-Ville. In: Cahiers d´Outre-Mer, Nr. 49 (196). Oktober - Dezember 1996. S. 411-414.
Weggel, O. (1994): Vietnam. In: Nohlen, D. und F. Nuscheler, Hrsg. (1994): Das Handbuch der Dritten Welt. Band 7: Südasien und Südostasien. Bonn. S. 565-588.
Weijers, C. (1997): Young women in the informal sector in Hanoi. Working Paper. Amsterdam.

Artikel regionaler und überregionaler Zeitungen
Eastman, J. (1996): End of the Road - Is the cyclo already a relic? In: Vietnam Investment Review. Timeout. 12.-18.8.1996.
Minh, K. (1997): Following The Yellow Brick Road. In: Vietnam Economic News. Vol. 7. No. 36, 1997. S. 47-48.
Migration talks prompt mixed views. In: Viet Nam News. 07.03.1998.
Street kid numbers rise. In: Viet Nam News. 07.03.1998.
Three million people need jobs in 1998. In: Viet Nam News. 06.03.1998.
Soft Shoe Shuffle. In: Vietnam Investment Review. Timeout. 31.08.-06.09.1998.


* Letzte Änderung: 23.4.2005 - M.Waibel

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