5.5. Beziehung zw. Einkommen und der Reisehäufigkeit

Auch hier nochmals zunächst die Definition: "Monatliches Einkommen" sind diejenigen finanziellen Mittel, die die Befragten monatlich zur Verfügung haben, darunter fallen Unterstützung durch die Eltern, BAFöG, Nebenjobs u. ä. Davon wurde jeweils die Wohnungsmiete (kalt oder warm, von den Befragten selber) abgezogen.

Abbildung 21: Verknüpfung Reisehäufigkeit und Einkommen

"Fahren reiche Studierende häufiger in Urlaub als weniger reiche?"

war eine weitere interessante Frage und ergo ebenfalls eine Verknüpfung wert.

Studierende mit weniger als 500 DM monatlichem Einkommen (abzüglich Miete) fahren zu ca. 25% überhaupt nicht in Urlaub, 35% von ihnen einmal, ungefähr 20% zweimal, ca. 18% dreimal und häufiger in Urlaub. Von den Angehörigen der nächsten Einkommensgruppe 500-750 DM fahren nur noch 20% überhaupt nicht in Urlaub, über 45% einmal, fast 20% zweimal, knapp 8% dreimal und ca. 5% häufiger im Jahr. Haben die Studierenden zwischen 750 und 1000 DM monatlich zur freien Verfügung, fahren ca. 22% nie, über 40% einmal, über 20% zweimal, und je ca. 5% dreimal und häufiger in Urlaub. Die vierte Einkommensgruppe hat jeden Monat 1000 bis 1250 DM zur Verfügung und fährt zu 20% keinmal, zu über 30% einmal, zu ca. 15% zweimal, zu über 20% dreimal und zu immerhin 10% häufiger als dreimal jährlich in Urlaub. Die fünfte und letzte Gruppe Studierender schließlich hat mehr als 1250 DM monatlich nach Abzug der Miete verfügbar. Von diesen sind 1996 nur noch 10% der befragten Personen nie in Urlaub gefahren.

Der Anteil der Personen, die nicht in Urlaub fahren, beträgt in der niedrigsten Einkommensschicht ein Viertel, in den Gruppen zwischen 500 und 1250 DM jeweils etwa ein Fünftel. In der höchsten Schicht schließlich fällt sie auf ca. 10%, hat sich also im Vergleich halbiert.

Fahren bis zu einem Einkommen von 1000 DM nur zwischen 10 und 18 Prozent der Befragten häufiger als dreimal in Urlaub, beträgt der Anteil bei Einkommen jenseits der 1000 DM-Grenze schon über 30%.

Die größten Veränderungen treten bei diesen beiden Einkommensgruppen (1000-1250 DM und >1250 DM) auf: der Anteil der Personen, die mehr als zweimal verreisen, steigt stark an, der Anteil der Nicht- oder Wenig-Reisenden fällt stark ab.

Auch wenn ein starker Zusammenhang zwischen dem monatlichen Einkommen und der Reisehäufigkeit besteht, sollte nicht außer acht gelassen werden, daß fast 70% der Befragten weniger als 750 DM zur Verfügung stehen und somit am typischsten das Reiseverhalten der Göttinger Studierenden repräsentieren.

Trotz eines recht geringen Einkommens von weniger als 750 DM/Monat fahren über 70% der Personen dieser Einkommensgruppen mindestens einmal, und noch fast 40% mindestens zweimal jährlich in Urlaub.


5. DAS REISEVERHALTEN
5.1. Reisehäufigkeiten
5.2. Die Reiseziele Göttinger Studierender nach Kontinenten
5.3. Reiseziele innerhalb Europas der Göttinger Studierenden und im nationalen Vergleich
5.4. Reisemittel Göttinger Studierender innerhalb Deutschlands und Europas und im nationalen Vergleich
5.5. Beziehung zw. Einkommen und Reisehäufigkeit
6. AUF EINEN BLICK: DIE HEADLINES


Letzte Änderung: 11.02.2002 - maw

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