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Kleiner Geländekurs in die EUREGIO Maas-Rhein

Rheinisch-Westfälisches Braunkohlenrevier - Aachen - Lüttich - Maastricht

8. Mai - 11. Mai 1997


Protokoll vom 8. bis 11. Mai

Christian Glasneck

Donnerstag, 8.05.1997

6.30 Uhr
Abfahrt in der Goldschmidtstraße in Göttingen

10.30 Uhr
Referat "Das Rheinisch-Westfälische Braunkohlerevier"

11.00 Uhr
Ankunft Parkplatz bei Aldenhoven

11.15 Uhr
Beginn der Radtour bei Aldenhoven unter der Leitung von Herrn D. Brall, Obervermessungsrat vom Amt für Agrarordnung Aachen.
Die Radtour steht unter dem Thema "Rekultivierung der Flächen die vom Braunkohlebergbau zerstört worden sind".

12.15 Uhr
Erster Halt im Grenzbereich zwischen 1. und 2. Flurbereinigung
Im Zeitraum zwischen 1970 bis 1979 befand sich im Bereich zwischen der A4 und der A44 der Braunkohletagebau. Das Land wurde von der Firma Rhein-braun nur für die Dauer des Abbaus gepachtet. Die vormaligen Bewohner wur-den zwangsumgesiedelt. Den Landwirten wurden neue Höfe zur Zwi-schenbe-wirtschaftung zugewiesen. Vorher wurde das Gebiet der Jülicher Börde, das zwischen 80 und 90 Bodenpunkte hat, vorwiegend ackerbaulich genutzt. Im Zuge der Bodenbereinigung wird der Löß gewonnen und zu einem neuen Be-stimmungsort gebracht, um wieder der landwirtschaftlichen Nutzung zu dienen. Es wurde ein neues Wege- und Gewässernetz geschaffen und desweiteren wurden Windschutzstreifen mit Pappeln gepflanzt. Seit 1979 befindet sich das Gebiet wieder in privater Hand.

12.25 Uhr
Zweiter Halt in der Nähe eines umgesiedelten Bauernhofs
Die gefahrene Strecke führte entlang dem ehemaligen Tagebau.

Im Rahmen der Umsiedlungsmaßnahmen wurde der Bauernhof hierhin verlegt. Das Land liegt im Bereich des ehemaligen Tagebaus und wurde während der Bodenbereinigung wieder aufgefüllt. Ein Problem dabei ist, daß das Land noch bis zu zehn Jahre lang absackt und sich Kulen im Boden bilden, die sich mit Wasser füllen.

13.00 Uhr
Halt an Gedenksteinen des Ortes Langeweiler für jüdische Opfer während des Nationalsozialismus. Die Juden wurden zu Zwangsarbeit in den Tagebauen verpflichtet, wobei sehr viele ums Leben kamen.
Da den ehemaligen Eigentümern des Braunkohleabbaugebiets das Recht auf Rückgabe der ehemaligen Grundstücke zugesichert worden war, entstand gegen Ende der 50er Jahre die Idee der Flurbereinigung. Die Flurbereinigung sollte auf den rekultivierten Flächen des ehemaligen Tagebaus durchgeführt werden.
Aufgrund von Problemen bei den Eigentumsverhältnissen nach der Rekultivierung, lassen sich die Ansprüche der Eigentümer nur mit Bodenordnungsverfahren verwirklichen, da es unmöglich ist den ursprünglichen Zustand wiederherzustelllen.
Die Flurneuordnung nach Beendigung des Tagebaus sieht folgende Punkte der Rekultivierung vor: nur 1,5% Geländeneigung, böschungsfreier Anschluß an das rekultivierte Land, Wege sollen die Feldflur möglichst so erschließen, daß rechtwinkelige Grundstücke entstehen; es sollen aber mindestens zwei parallele Seiten entstehen. Einhaltung der Flächenanteile aus dem Braunkohlenplan. Eingeplante Gewässer stellen eine Vorflut für eine mögliche Drainage der Grundstücke dar und sie sind weiterhin ein Ansatz für eine Biotopver-net-zung. Außerdem sind lineare Grünstreifen, sowie Obstwiesen mit einheimischen Obstsorten landschafts- aber auch landwirtschaftsgerecht einzuplanen.

Siehe auch Photo: Gruppenbild#4 auf rekultivierter Fläche - mit Herrn D. Brall

13.30 Uhr
Letzter Halt an einem künstlich angelegten See, dem sog. Blausteinsee.
Der See mit Fontäne und ist im Rahmen der Flurbereinigung von einer privaten Firma angelegt worden und soll in naher Zukunft als Badesee dienen.

13.50 Uhr
Ende der Radtour

14.00 Uhr
Essen

14.35 Uhr
Abfahrt mit dem Bus zum Tagebau Inden

14.50 Uhr
Ankunft am Aussichtspunkt des Tagebaus Inden
Die Fläche des Tagebaus Inden beträgt ca. 4500 ha und ist ca. 100 m tief. Die Dicke der Flöze ist etwa 20 m. Im Jahr wird die abgebaute Fläche um 100 ha größer. Der Kohlevorrat reicht noch für 300 Jahre.
Vor dem Beginn des Abbaus war eine Absenkung des Grundwasserspiegels nötig. Der Abbau erfolgt stufenweise im Uhrzeigersinn. Die geförderte Kohle wird entweder zu einem nahegelegenen Kraftwerk oder zu einer Verladestation transportiert.
Im Bereich des Tagebaus findet bereits Rekultivierung statt, die bis an die alte Höhe reichen soll.
Die Rheinbraun AG beschäftigt allein im Tagebau Inden ca. 1500 Personen.

15.15 Uhr
Abfahrt zur Jugendherberge nach Aachen

16.00 Uhr
Ankunft an der Jugendherberge Colynshof in Aachen

ca. 16.45 Uhr
Abfahrt in die Innenstadt von Aachen

17.15 Uhr
Beginn der Stadtführung auf dem Münsterplatz vor dem Aachener Dom mit dem Referat "Geschichtliche Entwicklung von Aachen"
Siehe auch Photo: Gruppenbild#2 -Standort Aachen/Münsterplatz

17.35 Uhr
Referat "Architektur und Städtebau in Aachen" (Schwerpunkt: Aachener Dom als UNESCO-Weltkulturerbe)"
Siehe auch Photo: Gruppenbild#1 - Standort Aachen/Münsterplatz

17.45 Uhr
Standortwechsel auf den Marktplatz vor dem Rathaus von Aachen
Fortsetzung des Referats
Im Hof befinden sich Replika römischer Säulen. Weiterhin fand eine Diskussion über die Stadtarchitektur statt. Besonders hervorzuheben ist dabei die Zeit des Aachen-Lütticher Barocks.

18.25 Uhr
Standort auf Innenhof des neuen Gebäudes 'Aachener Fenster' - Diskussion über Architektur des Gebäudes

18.35 Uhr
Standort Hühnermarkt: Diskussion über Architektur des Standesamtes und des Bistumsgebäudes auf dem Katschhof

18.50 Uhr
Halt an der Barbarossamauer (Ecke Pontstrasse/Templergraben)

19.00 Uhr
Standortwechsel zum Hauptgebäude der Technischen Hochschule (RWTH) von Aachen
Referat "Die Bedeutung der technischen Hochschule für den Wirtschaftsstandort Aachen" und anschließende Diskussion

ab 19.40 Uhr
gemeinsames Essen in der Studentenkneipe Labyrinth/Pontstr. und anschließend Freizeit

Freitag, 9.05.1997

8.50 Uhr
Abfahrt mit dem Bus in Aachens Innenstadt
Referat "Stadttourismus als Wirtschaftsfaktor in Aachen"

9.05 Uhr
Treffen mit Herrn Schlösser im Tourismus-Informationsbüro Aachens am Friedrich-Wilhelm-Platz
Kurzer Vortrag: Herr Schlösser hat die Positionen des Kur- und Verkehrsdirektors von Aachen inne. Die Informationsbüros waren früher am Markt und am Bahnhof, bis diese 1990 aus wirtschaftlichen Gründen am Elisenbrunnen zusammengelegt wurden. Es wird ausschließlich der Bereich des "Incoming Tourismus" behandelt. Es werden Prospekte verteilt, der Vorverkauf für Events und etwas Merchandising wird betrieben. Insgesamt kommen drei Computersysteme zum Einsatz.

9.10 Uhr
kurzer Fußmarsch zum Gebäude mit Sitz der REGIO e.V. in der Theaterstraße

9.17 Uhr
Fortsetzung des Vortrags von Herrn Schlösser
In Aachen findet man bis auf den klassischen Urlaubsverkehr alle Formen des Tourismus: der Geschäftsreiseverkehr zu Kongressen, Seminaren und Tagungen, besonders im Eurogress-Zentrum. Weiterhin gibt es noch bedeutende Kongresse im technisch-wissenschaftlichen Bereich. Diese Kongresse besitzen teilw. Weltcharakter und werden von den verschiedenen Teilbereichen der Universität Aachen (TH, FH, KFH und MH) ausgerichtet.
Desweiteren spielt der Städtetourismus eine wichtige Rolle. Dabei sind Einkaufsverkehr und Besichtigungen (z. B. Dom, Rathaus) hervorstechend. Außerdem gibt es jedes Jahr verschiedene Events und den Karneval in Aachen.
Der Aachener Dom, in dem alle sieben Jahre mehrere Reliquien gezeigt werden, ist ein Auslöser für den Pilgertourismus.
Da Aachen ein Bad ist, gibt es auch Gesundheitstourismus. Früher gab es Trink- und Badekuren und seit 1945 auch klassifizierte Rehabilitationskuren. Seit der Gesundheitsreform treten aber in diesem Bereich Probleme auf.
Für Aachen ist zudem der Tagestourismus mit ca. 2-3 Mio. Gästen pro Jahr prägend, nachteilig für Aachen ist aber die kurze Verweildauer der Touristen.

Die Unterbringungsmöglichkeiten in Aachen gliedern sich in drei Bereiche:
1) Kurwesen mit vier Kliniken und etwa 236.000 Übernachtungen
2) gewerbliche Herbergsbetriebe mit 48 Hotels und 423.000 Übernachtungen
3) Graufeld von Beherbergungen im privaten Bereich mit geschätzt 1.500.000 Übernachtungen

Im Kurwesen ist ein Rückgang der Übernachtungen seit 1993 zu verzeichnen, während bei den gewerblichen Herbergsbetrieben eine Steigerung um 6,8% ersichtlich ist. In diesem Bereich ist ein Trend zur Bildung von Hotelketten erkennbar, so daß sich eine Schere zwischen privaten Betrieben und Hotelketten auftut.

10.00 Uhr
Ende des Vortrags und Pause

10.15 Uhr
Referat "Geschichte und Entwicklung der EUREGIO Maas-Rhein"

10.30 Uhr
Referat "Das INTERREG II-Programm als Maßnahme der Europäischen Regionalförderung"

10.40 Uhr
Vortrag von Frau Buchsbaum-Calin, der stellvertretenden Leiterin der REGIO e.V.

Die EUREGIO wurde vor 20 Jahren lose gegründet nach der Zechenschließung in Lüttich und auf Initiative von Königin Beatrix und war demnach noch nicht juristisch anerkannt. Die EUREGIO umfaßt die Provinz Lüttich, den belgischen und den niederländischen Teil Limburgs, den deutschsprachigen Teil Belgiens und das Umland Aachens. Die Mitglieder der EUREGIO-EV., die im Nationalrat zusammenkommen, bilden gleichzeitig auch den Vorstand. Die Abgeordneten der Provinzen kommen in der Gouverneurskonferenz zusam-men. Ein Problem stellt die immer noch national ausgerichtete Politik in den Regionen dar.
Die EUREGIO erhält Geld aus dem Regionalfonds der EU. Dieses sogenannte INTERREG II-Programm läuft bis 1999 und umfaßt 30 Mio. ECU, was etwa 50% des Haushalts der EUREGIO ausmacht. Ziel dieses Strukturhilfepro-gramms ist die Verbesserung der Wirtschaftskraft in der Region. Das Interreg II. Programm ist mehr als ausgelastet: von anfangs 400 Anträgen wurden nur 30 bewilligt. Die Dauer eines Bewilligungsverfahrens beläuft sich auf 3-4 Mo-nate und hängt von dem allgemeinen Nutzen des Vorhabens ab.
Weitere Zusammenarbeit in der EUREGIO besteht im schulischen Bereich: An deutschen Schulen wird niederländisch unterrichtet, denn Nachbarspra-chen genießen Priorität. Zudem gibt es Europawochen, Euregiowochen und Austausche.
Auch im Tourismusbereich gibt es eine Zusammenarbeit, jedoch hauptsächlich zwischen Aachen und Maastricht.

11.05 Uhr
1. Vortrag von Frau B. Kreisel über den grenzüberschreitenden Fahrradtourismus im Gebiet der EUREGIO-Maas-Rhein

Man hat festgestellt, daß die Fahrradwege in der Region grenzüberschreitend sind, aber recht unüberschaubar. Aus diesem Grund wurde eine Untersuchung der bestehenden Fahrradwege und deren Ausweisung in Broschüren unternommen. Ergebnis dieser Untersuchung war, daß bereits viele solcher Radwege bestanden, aber in bestimmten Bereichen mußten die Radwege erweitert bzw. verbessert werden. Das Projekt der "Dreiländertour" wurde ins Leben gerufen.
Probleme stellten der Informationsaustausch untereinander und die Unterschiede beim Fahrradverkehr in Holland dar. In Wallonien fehlte die Nachfrage nach neuen Fahrradstrecken, so daß Radwege auf alten Bahnstrecken gebaut wurden. Um den gesamten Fahrradverkehr attraktiver zu machen, sollen Strecken mit Übernachtungsmöglichkeiten als Push-Faktor gebaut werden (immer noch in der Planungsphase).
Bei der Zusammenarbeit stellt immer noch die Sprachenbarriere eine Schwierigkeit dar, da alle neu erscheinenden Broschüren dreisprachig verfaßt wer-den müssen.

2. Vortrag von Frau B. Kreisel über PROTOUR - Projektgruppe Tourismusförderung Hohes Venn-Eifel

Die Projektgruppe Tourismus wurde gegründet, da die Bereiche Eifel, Mittelgebirge und Ardennen in etwa gleichartig sind. Ziel des Projekts, unter Leitung von B. Kreisel und N. Heukenes, sollte die Förderung des grenzüberschreitenden Tourismus als Chance für einen wirtschaftsschwachen Raum in Randlage sein. Das Projekt wurde in eine Lenkungs- und eine Projektgruppe aufgeteilt, wobei die Projektgruppe der Lenkungsgruppe untergeordnet war. Ziel dieser Aufteilung war es, möglichst viele Entscheidungsträger einzuladen und mit diesen über die Vorhaben zu diskutieren. Wunsch war es einen um-welt- und sozialverträglichen Tourismus in der Region zu schaffen.
Innerhalb Deutschlands und besonders im grenzüberschreitenden Bereich traten hierbei Probleme auf. Desweiteren fehlten während der gesamten Zeit Ansprechpartner.
In Lüttich wurden Personalmittel eingebracht und in Düren wurde Geld aus der Verwaltung eingeholt. Auch hierbei traten Probleme auf.
Im Endergebnis wurde ein allgemein verständlicher und kurz illustrierter Maßnahmenkatalog entwickelt, der 1995 veröffentlicht wurde. Zum Teil wurden die Maßnahmen beantragt. Das Projektdauer belief sich auf ungefähr zwei Jahre.

11.45 Uhr
Standort: Elisenbrunnen: Referat "Geschichtliche Entwicklung von Aachen" (Fortsetzung)

12.20 Uhr
Ende des Referats und danach Pause

13.40 Uhr
Referat am Elisenbrunnen "Mögliche kommunale Maßnahmen zur Reduzierung des MIV (Motorisierter Individualverkehr) am Beispiel der Stadt Aachen

13.45 Uhr
Ende des Referats

13.50 Uhr
Fahrt mit den Bus zum Dreilandenpunkt

14.35 Uhr
Ankunft am Dreilandenpunkt und Besteigung des Aussichtsturms
Siehe Auch Photo: Gruppenbild#5 - Dreilandenpunkt

14.45 Uhr
Referat "Naturräumliche Gliederung im Gebiet der EMR" auf dem Aussichtsturm bei heftigem Unwetter

15.00 Uhr
Ende des Referats und danach kurze Pause

15.15 Uhr
Abfahrt mit dem Bus

16.05 Uhr
Ankunft beim amerikanischen Soldatenfriedhof in der Nähe von Henri-Chapelle/Belgien
Auf dem Friedhof sind ausschließlich amerikanische Soldaten aus dem II. Weltkrieg beerdigt, die zum größten Teil Ende 1944 während der Ardennenof-fensive gefallen sind. Den Hauptanteil der Gefallenen machen Mannschaftsdienstgrade aus. Die Anordnung der weißen Kreuze ist halbkreisförmig um die amerikanische Fahne am Ende des Friedhofs.

16.30 Uhr
Ende des Rundgangs und anschließend Treffen am Parkplatz
Bei der Beobachtung des Umlands, dem Plateau de l´Herve, fällt sofort auf, daß in diesem Gebiet Grünlandwirtschaft betrieben wird. Weiterhin fällt die kleine Parzellierung auf, sowie die Einfassung der Parzellen durch Heckenreihen, die als Grenzen und Windschutz dienen.
Früher wurde hier Getreide angebaut, bis sich im letzten Jahrhundert die Transportbedingungen verbesserten und somit günstiges Getreide aus den USA importiert werden konnte. Belgien hatte sich bereits früh dem Freihandel angeschlossen, zu einer Zeit als in Preußen noch Agrarprotektionismus betrieben wurde. Heutzutage wird in diesem Gebiet fast ausschließlich Milchviehwirtschaft betrieben.

Siehe auch Photo: Gruppenbild#6 am Aussichtspunkt Plateau de l'Herve (Belgien)

16.35 Uhr
Abfahrt mit dem Bus

16.40 Uhr
Referat "Die Genese und heutige Ausprägung der Kulturlandschaft im Gebiet der EMR und deren nationale Besonderheiten"

16.55 Uhr
Referat "Strukturkrise und wirtschaftsräumlicher Strukturwandel in der EUREGIO Maas-Rhein"

17.05 Uhr
Referat "Städtische Entwicklung und funktionale Struktur von Lüttich"

17.30 Uhr
Ankunft an der Jugendherberge Georges Simenon und danach Einchecken

18.10 Uhr Treffen im Ankunftsbereich der Jugendherberge

18.30 Uhr
Abfahrt mit dem Bus

18.40 Uhr
Ankunft auf der Zitadelle (Aussichtspunkt Kriegerdenkmal) von Lüttich und Beginn der Stadtführung mit Referat "Städtische Entwicklung und funktionale Struktur von Lüttich"

19.00 Uhr
Standortwechsel zum Rathaus am Marktplatz
Am Gebäude ist das durch weiß-blaue Rauten erkennbare Wappen der Wittelsbacher zu sehen, da der damalige Bischof dem Geschlecht der Wittelsbacher entstammte.

19.15 Uhr
Standort: Innenhof des Bischofsitzes
Das Gebäude entstand in der gothischen Renaissance und ist aus teurem Blaustein errichtet. Der Bischofsitz ist für sein Glockenspiel bekannt.
Die reichen Leute Antwerpens ließen sich Blaustein aus der Eifel und den Ardennen für den Bau ihrer Häuser kommen, so daß man sofort erkennen konnte, daß sie reich waren. So entstand der Ausdruck 'steinreich'.

19.20 Uhr
Ende der Stadtführung und anschließend Fußmarsch zum Restaurant

19.45 Uhr
Ankunft im Restaurant 'Omayali' im Viertel 'Outre-Meuse' und anschließend Essen

ab 21.15 Uhr
Freizeit

Samstag, der 10.05.1997

9.20 Uhr
Abfahrt von der Lütticher Jugendherberge mit dem Bus
Da Lüttichs Industrie in einer tiefen Krise steckt, sind während der Fahrt viele Industriewüstungen innerhalb des Stadtgebiets und in der näheren Umgebung von Lüttich zu sehen.

10.25 Uhr
Ankunft in der alten Festungsstadt Limburg (bei Dolhain/Belgien)
Referat "Die Stellung der deutschsprachigen Minderheit in Ostbelgien"

11.05 Uhr
Ende des Referats und anschließend 25 Min. zur freien Erkundung des Ortes

11.30 Uhr
Abfahrt mit dem Bus Richtung Maastricht (über Eupen/Henri-Chapelle/Teuven)

12.30 Uhr
Referat "Maastricht: Die Hauptstadt von der Provinz Limburg in ihrer wechselvollen Geschichte"

12.40 Uhr
Fußmarsch zur St. Servaas Brug

13.00 Uhr
Ankunft an der St. Servaas Brug
Die St. Servaas Brug ist die älteste Steinbrücke Hollands.
Referat "Die Rolle der Maas als Schiffahrtsweg von der Vergangenheit bis heute"

13.10 Uhr
Beginn der Stadtführung unter Leitung von Herrn S. Oltrogge, Oberstudiendirektor an der Viktoria Schule in Aachen
Maastricht ist die südlichste und älteste Stadt der Niederlande. Die Maas diente als Salzhandelsweg, wobei die Schiffe durch Treideln, d. h. durch Ziehen, bewegt wurden. Da man bei dieser Fortbewegung etwa 30km pro Tag zu-rücklegen konnte, entstanden alle Siedlungen im Abstand von ungefähr 30km.

13.25 Uhr
Marktplatz und Rathaus Das Masstrichter Rathaus ist streng symmetrisch gebaut. Der Bischof wohnte rechts vom Herzog. Die umliegenden Häuser sind im französischen Stil gebaut und weisen klassizistische Fassaden auf. Maastricht ist bis heute eine Speicherstadt.
Siehe auch Photo: Gruppenbild#7 mit Herrn S. Oltrogge in Maastricht

13.35 Uhr
Standort vor der Dominikanerkirche Die 1294 erbaute Kirche besteht aus Mergelstein. In der Nähe steht ein Stand-bild von Mark Aurel auf einem Roß. 13.40 Uhr
Standort: Vrijthof: Blick nach Norden auf Haus des ehemaligen Französischen Gouvernements, daß unter Zeit Napoleons gebaut wurde. Blick nach Osten auf die mittelalterliche Kreuzbasilika St. Servatius. An der Südseite des Gebäudes ist das Wappen der Habsburger (mit dem Doppelkopfadler) angebracht, was auf die Zugehörigkeit Maastrichts zu den Spanischen Niederlande hinweist.

13.45 Uhr
Kathedrale Sankt-Servatius: Die Kirche ist bekannt für ihr Hochzeitsportal. Während des Mittelalters wurde den Einwohner die Rechtssicherheit unter dem Schutze dieser Kirche gewährt.
Als Taufkapelle diente die Stadtkirche, die im 12Jh. in gothischem Stil erbaut wurde. Diese Kirche war den Protestanten zugeordnet und besitzt als Kirchturm eine Kopie des Kirchturms von Utrecht.

13.57
Passieren eines mittelalterliches Wachhaus in der Nähe der Universität

14.05 Uhr
Standort: Am Jeker-Fluß: Hier war das frühere Gerberviertel Maastrichts. Eine Seltenheit stellt ein einzelner Feigenbaum dar, der mitten im Fluß wächst.
Weiterhin ist hier das Haus auf der Jeker, das quer über den Fluß gebaut worden ist. Das Gebäude weist zwar einen Fachwerkstil auf, bei dem gänzlich das Holz fehlt, die 'Balken' aber aus Mergelstein sind (Maasländer Baustil). Es dient heute als Naturkundemuseum.

14.10 Uhr
Vauban'sches Befestigungsanlagen in der Stadtmauer aus dem 16Jh.
Der Graf von Artagnon, Vorbildfigur für die drei Musketiere, ließ hier sein Leben.

14.20 Uhr
Naturhistorisches Museum
Vor dem Eingang liegt ein großer Findling.

14.25 Uhr
Ein Wohnheim, das als Altersheim für ehemalige Bedienstete fungiert

14.30 Uhr
Standort: Armenhaus

14.32 Uhr
Standort: Bischofsmühl
Die Stadtmauer aus Mergel ist in einem etwa zwei Meter breiten Stück durchbrochen worden. Das Stadttor an dieser Stelle ist von 1867.

14.37 Uhr
Feilzusterkloster
Das Kloster war ein Damenstift, in dem Frauen (Feilzuster = Gefallene Töchter) nach den Prinzipien des Franziskanischen Orden leben (mußten).

14.45 Uhr

Klosteranlagen
Hier sind die zwei Tore "Im Himmel" und "Höllentor" zu finden. Die Tore liegen gegenüber von einer Mühle, die einst das Pesthaus von Maastricht war. Dies gab den beiden Toren ihre Namen.

14.50 Uhr

Liebfrauenbasilika Diese Kreuzbasilika, dessen älteste Teile aus dem 11. Jahrhundert stammen, ist noch immer im Besitz des Bischofs von Lüttich. In ihr werden das Korn- und Weizenmaß sowie die Goldene Elle aufbewahrt.

15.00 Uhr
Allgemeine Informationen über Maastricht
Maastricht hat heute ungefähr 120.000 Einwohner . Die Innenstadt mit über 1.450 denkmalgeschützten Gebäuden gehört zum niederländischen Kulturgut.
Ende 1991 ist Maastricht durch das halbjährliche Gipfeltreffen des Europäischen Rates, auf dem die 'Maastrichter Verträge' geschlossen wurden, weltweit bekannt geworden.

15.10 Uhr
Ende der Stadtführung

Anschließend Freizeit bis 17.10 Uhr

17.10 Uhr
Fahrt mit dem Bus zur Jugendherberge von Maastricht

17.20 Uhr
Ankunft in Maastrichts Jugendherberge De Dousberg und danach Einchecken

19.00 Uhr
Fahrt mit dem Bus in die Innenstadt von Maastricht
Freie Zeit zur Erkundung des kulturellen Lebens in Maastricht

Sonntag, 11.05.1997

9.15 Uhr
Abfahrt mit dem Bus nach Valkenburg

9.50 Uhr
Ankunft in Valkenburg aan de Geul
Fußmarsch in Valkenburgs Innenstadt zum Spaans Leenhof

10.05 Uhr
Referat im Spaans Leenhof "Die Bedeutung des Tourismus für die Provinz Limburg (mit dem Schwerpunkt für Maastricht)"

10.35 Uhr
Ende des Referats und anschließend Freizeit

11.00 Uhr
Abfahrt mit dem Bus nach Aachen

11.40 Uhr
Ankunft in Aachens Innenstadt (Judenstr.) und Fußmarsch zum Rathaus

11.45 Uhr
Referat vor dem Aachener Rathaus "Karl der Große: Sein Wirken in Aachen und in Europa"

12.10 Uhr
Ende des Referats
Anschließend Freizeit bis 13.15 Uhr

13.15 Uhr
Treffen in der Straße Sandkaulbach
Fotoshooting

13.25 Uhr
Abfahrt in Richtung Göttingen

17.35 Uhr
Ankunft in Göttingen

17.45 Uhr
Erster Halt an der Bushaltestelle Berliner Straße - Ecke Gronertorstraße

18.00 Uhr
Letzter Halt auf dem Parkplatz in der Goldschmidtstraße
THE END


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