Geographisches Institut
Georg-August-Universität Göttingen

Abteilung Kultur- und Sozialgeographie

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Kleiner Geländekurs in die EUREGIO Maas-Rhein

21. Mai - 24. Mai 1998


National- und Naturparks in Deutschland

Der Deutsch-Belgische Naturpark Hohes Venn/Eifel

Tobias Reeh & Udo Fischer

INHALTSVERZEICHNIS
1. Schutzgebiete und Naturschutz

2. Kurzer Abriß zur Geschichte des Naturschutzes und der Nationalparkidee

3. Die Nationalparkkriterien der IUCN

4. Naturschutz in Deutschland

4.1 Die Anfänge der Naturschutzgesetze in Deutschland

4.2 Das Bundesnaturschutzgesetz

4.2.1 Schutzgebietskategorien im BNatSchG/Nationalpark und Naturpark

4.2.2 Chancen und Probleme

5. Der Deutsch-Belgische Naturpark Hohes Venn-Eifel

5.1 Überblick

5.2 Geomorphologie

5.3 Lebensräume

5.4 Landschaften im Hohen Venn und Eifel

5.4.1 Das Eifelvorland

5.4.2 Das Hohe Venn

5.4.3 Die Rureifel

5.4.4 Die Hocheifel

5.4.5 Die Kalkeifel

5.5 Organisation und Verwaltung des Deutsch-Belgischen Naturparks

5.6 Grenzübergreifende Projekte

Literaturverzeichnis

Anhang


1. Schutzgebiete und Naturschutz

Die Ausweisung von Schutzgebieten stellt einen zentralen Baustein in der bundesdeutschen Naturschutzpolitik dar. Solche Schutzgebiete sind eingebettet in das Konzept des Flächenschutzes bzw. Gebietsschutzes, mit dem die Sicherung ausgewählter, gewöhnlich besonders schutzbedürftiger Landschaftsausschnitte, einschließlich einzelner Naturelemente (Objektschutz) gewährleistet werden soll. Dieses Konzept wird im allgemeinen dem konventionellen Naturschutz zugerechnet, der den Schutz und Erhalt ausgewählter (besonders gefährdeter) Tier- und Pflanzenarten, Biotope, Ökosyteme und Ökosytemkomplexe in Form von Reservaten anstrebt. In jüngster Zeit treten verstärkt auch neue Strategien hinzu. Sie verfolgen in erster Linie flächendeckende, nutzungsintegrierte, gestaltende und entwickelnde Ziele und Maßnahmen, die man als integrierter Naturschutz bezeichnet. Diese Entwicklung ist durchaus zu begrüßen, da sich herausgestellt hat, daß die Beschränkung des Naturschutzes auf einzelne unter Schutz gestellte Gebiete mit etlichen Problemen behaftet ist. Man denke etwa an die "zaghafte" Ausweisungspraxis. So beträgt der Anteil von Naturschutzgebieten nur ca. 1,8% der Landfläche der Bundesrepublik. Ein Großteil der bei uns vorkommenden Tier- und Pflanzenarten mit ihren jeweiligen Habitaten ist somit gar nicht erfaßt. Viele der Rote-Liste-Arten gilt es in unserer Kulturlandschaft zu erhalten, zumal es sich bei Mitteleuropa und insbesondere bei Deutschland um dichtbesiedelte und hochindustrialiserte Landschaften handelt, in denen eine Ausweisung in räumliche Dimensionen wie beispielsweise in den USA oder in Afrika undenkbar ist.

Angesichts dieser Tatsache fällt es auch sehr schwer, Totalreservate einzurichten, in denen der menschliche Einfluß vollständig ausbleiben soll. Alle bundesdeutschen Schutzgebiete unterliegen neben den mittlerweile global vorhandenen "indirekten" anthropogenen Einflüssen (z.B. trockene und feuchte Deposition von Nähr- und Schadstoffen, z. B. NOx-Verbindungen) der mehr oder weniger intensiven Nutzung etwa in Form von Jagd, Forst- und Landwirtschaft, Fischerei, Erholung, Rohstoffgewinnung.
 
  Tab. Nr. 1: Gestuftes Zielkonzept für 100% der Fläche
 
 
Keine Wirtschaftsziele/Vorrangflächen für den Naturschutz
15%
extensive Landnutzung
40%
intensive Landnutzung
55%

Man kann also festhalten, daß die besondere Hervorhebung des Flächenschutzes vor allem historisch und instrumentell bedingt ist. In der Praxis ist die hoheitliche Ausweisung von Schutzgebieten nach wie vor eine der wichtigsten und in vielen Fällen trotz ihrer Unzulänglichkeit das einzige wirksame Instrument des Naturschutzes, das jedoch unbedingt der Ergänzung von Maßnahmen für Areale außerhalb der Schutzgebiete bedarf (z. B. Ackerrandstreifenprogramme, Feuchtwiesenprogramme, Gewässerschutz).

2. Kurzer Abriß zur Geschichte des Naturschutzes und der Nationalparkidee Naturschutz ist jedoch nun keine Erfindung unseres Zeitalters, sondern die Wurzeln gehen zurück in die Zeit um 2000 vor Chr., in der der indische Herrscher Ashoka die ersten uns bekannten Naturgesetze erließ. Jahrhunderte später tauchen im mittelalterlichen Europa Gesetze auf, die die dringendsten "Umweltprobleme" in den Städten regeln sollen. So gab es Vorschriften u. a. für die Ansiedlung der Gerber und Seifensieder, die sich in erster Linie auf die Geruchsbelästigung und die Wasserverschmutzung beziehen. Schon relativ früh erkannte man die negativen Auswirkungen der Emissionen aus den frühen Rennöfenauf die umliegende Vegetation (Rauchschäden).

Die Nationalparkidee schließlich entstammt einer Bewegung der Romantik in den USA, wo vor mehr als 100 Jahren im Yellowstonegebiet der Rocky Mountains der erste Nationalpark entstand. Im Zuge der starken Ausbreitung dieser Idee entstanden in Europa viele Nationalparke in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts. Ohne Übertreibung läßt sich sagen, daß die Nationalparkidee den Naturschutz revolutionierte und eine erstaunliche Eigendynamik entwickelte. Mittlerweile existieren in 120 Ländern der Welt Nationalparke, die häufig wichtige Bestandteile nationaler Kultur und der Stolz vieler Nationen sind. Auch die große Wirkung auf den nationalen und internationalen Tourismus ist als wichtiger Aspekt zu berücksichtigen. Weltbekannte Beispiele sind neben dem Yellowstone Nationalpark, der Grand Canyon, der Serengeti-Park in Tansania und das Great Barrier Reef Australiens.

3. Die Nationalparkkriterien der IUCN

Nur der Nationalpark Bayerischer Wald erfüllt annäherungsweise die Kriterien der IUCN, die kurz angeführt werden sollen, um einen Vergleich mit den bundesdeutschen Maßstäben (s. u.) zu ermöglichen. Ein Nationalpark ist ein relativ großes Gebiet, in dem:
 
 

Um den mitteleuropäischen Verhältnissen, die unberührte Naturlandschaften nicht mehr aufweisen, gerecht zu werden, bedient man sich einem Zonierungskonzept, wonach Nationalparke nach Zonen mit verschiedenen Schutzinhalten aufgegliedert werden.
 
  4. Naturschutz in Deutschland

Wie oben schon erwähnt ist, sind Naturschutz und Landschaftspflege "Kinder der Romantik", die sich im Laufe der wirtschaftsstrukturellen Entwicklung in Deutschland von der Agrargesellschaft zum Industriestaat entwickelten und der wachsenden Beanspruchung und damit auch Gefährdung der natürlichen Umwelt entgegenwirken wollten (vgl. Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), S. XII, 1987).

4.1 Die Anfänge der Naturschutzgesetze in Deutschland

Eine frühe Umsetzung und Behandlung durch das Gesetz fand in Preußen (Gesetz gegen Verunstaltungen landschaftlich hervorragenden Gegenden 1902) statt. Jedoch erst 1935 erhielt die "Erhaltung und Pflege der natürlichen Hilfsquellen" eine einheitliche, materiell rechtliche und verfahrensmäßige Grundlage durch das Reichsnaturschutzgesetz. Primäre Zielsetzung war der ideelle Naturschutz, der die Gemütswerte Natursehnsucht und Heimatgefühl fördern und den Naturgenuß sowie die Erholung für jeden Bürger sichern wollte. Eine Bewertung der Schutzwürdigkeit erfolgte nach Schönheit, Seltenheit, Schmuckwert und des Interesses für Wissenschaft sowie Heimat- und Volkskunde.

4.2 Das Bundesnaturschutzgesetz

Das BNatSchG in seiner ursprünglichen Form trat schließlich erst am 24.12.1976 in Kraft, wurde mittlerweile aber bereits novelliert. Vorher waren zahlreiche Gesetzeseingaben gescheitert. Das BNatSchG ist in weiten Bereichen ein Rahmengesetz. Die Vorschriften gelten nicht unmittelbar, sondern sie setzen lediglich einen Rechtsrahmen, innerhalb dessen die einzelnen Bundesländer entsprechende Vorschriften erlassen können (vgl. Plachter, S. 382, 1991). Die Ziele des Naturschutzes und der Landespflege legt Paragraph 1 des BNatSchG wie folgt fest:
 
 

(1) Natur und Landschaft sind im besiedelten und unbesiedelten Bereich so zu schützen, zu pflegen und zu entwickeln, daß

  1. die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes,
  2. die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter,
  3. die Pflanzen- und Tierwelt sowie
  4. die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft

als Lebensgrundlage des Menschen und als Voraussetzung für seine Erholung in Natur und Landschaft nachhaltig gesichert sind.

4.2.1 Schutzgebietskategorien im BNatSchG/Nationalpark und Naturpark

Der vierte Abschnitt des Gesetzes (§§ 12-19) beschäftigt sich mit dem Schutz, Pflege und Entwicklung bestimmter Teile von Natur und Landschaft. Folgende Formen des Flächenschutzes werden im BNatSchG aufgeführt und bestimmt:

1. Naturschutzgebiete (§ 13) 4. Naturparks (§ 16)

2. Nationalparks (§ 14) 5. Naturdenkmale (§ 17)

3. Landschaftsschutzgebiete (§ 15) 6. Geschützte Landschaftsbestandteile (§ 18)

Nach § 12 Abs.1 BNatSchG können soweit es das Wohl der Allgemeinheit erfordert, Teile von Natur und Landschaft zu einer der oben genannten Schutzkategorien zugeordnet werden. Aufgrund ihrer Aufgabenstellungen, den besonderen Anforderungen und den daraus erwachsenden Bedeutungen nehmen Nationalparks und Naturparks gewissermaßen eine Sonderstellung (insbesondere aufgrund ihrer Flächenausdehnung) ein.

§ 14. Nationalparke. (1) Nationalparke sind rechtsverbindlich festgesetzte einheitlich zu schützende Gebiete die großräumig und von besonderer Eigenart sind, im überwiegenden Teil ihres Gebietes die Voraussetzungen einer Naturschutzgebietes erfüllen, sich in einem vom Menschen nicht oder nur wenig beeinflußten Zustand befinden und vornehmlich der Erhaltung eines möglichst artenreichen heimischen Tier- und Pflanzenbestandes dienen

(2) Die Länder stellen sicher, daß Nationalparke unter Berücksichtigung der durch die Großräumigkeit und Siedlung gebotenen Ausnahmen wie Naturschutzgebiete geschützt werden. Soweit es der Schutzzweck erlaubt, sollen Nationalparke der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.

§ 16. Naturparke. (1) Naturparke sind einheitlich zu entwickelnde und zu pflegende Gebiete, die großräumig sind, überwiegend Landschaftsschutzgebiete oder Naturschutzgebiete sind, sich wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzungen für die Erholung besonders eignen und nach den Grundsätzen und Zielen der Raumordnung und Landesplanung für die Erholung oder den Fremdenverkehr vorgesehen sind.

(2) Naturparke sollen entsprechend ihrem Erholungszweck geplant, gegliedert und erschlossen werden.

Nationalparke im Sinne von § 14 BNatSchG sind folglich ihrem Wesen nach Naturschutzgebiete der besonderen Art, weil sie in ihrem überwiegenden Gebiet die Voraussetzungen von Naturschutzgebieten erfüllen müssen. Da ein signifikantes Merkmal des Nationalparks die Großräumigkeit ist (internationaler Standard mind. 10.000 ha), sich andererseits aber das Gebiet in einem von Menschen nicht oder nur kaum beeinflußten Zustand befinden muß, gibt es in der Bundesrepublik kaum geeignete Flächen zur Errichtung von Nationalparken.

Die Besonderheit des Naturparks liegt im Vorrang der Erholungsfunktion. Soweit der geplante Naturpark bereits festgesetzte Landschaftsschutzgebiete mit einschließt, bleiben die bestehenden Beschränkungen bestehen. Darüber hinaus werden nur Maßnahmen verboten, die dem Schutzzweck des Naturparks zuwiderlaufen, doch bleiben davon, wie auch im Landschaftsschutzgebiet, die eigentliche land- und forstwirtschaftliche Nutzung bereits kultivierter Flächen aus Gründen der Verhältnismäßigkeit und der bezweckten Erholungsfunktion unberührt (vgl. § 1 III Hs. 2 BNatSchG). Wegen der Erholungsfunktion von Naturparken geht es bei der Entwicklung dieser Gebiete im wesentlichen auch um die Erschließung für die Naherholung durch den Bau von Wanderwegen, Parkplätzen, Rastplätzen und Schutzhütten sowie um die Rekultivierung landschaftsfremder Eingriffe (etwa Abgrabungen).

4.2.2 Chancen und Probleme

Den Naturparken kommen also aus anthropozentrischer Sicht ganz besonders viele Aufgaben zu. Folgende Ansprüche und Bedürfnisse, die aus unserer Gesellschaft erwachsen, sollen die Naturparke abdecken:

  1. Die Natur schützen, pflegen und entwickeln
  2. Die Kulturlandschaft bewahren
  3. Landschaftsbezogenen, umwelt- und sozialverträgliche Erholung sichern
  4. Naturgüter schonen und im Sinne der Nachhaltigkeit entwicklen
  5. Naturnahe Land-, Forst- und Wasserwirtschaft fördern
  6. Bei der Erhaltung und Pflege von Bau- und Bodendenkmalen mitwirken
  7. Die kulturelle Tradition der Region fördern
  8. Bei anderen des Naturparkgebieten betreffenden Planungen mitwirken
  9. Mit Kommunen, Behörden und Organisationen zusammenarbeiten und
  10. Ein breites Umweltbewußtsein durch umfassende Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit schaffen
Daß aus diesen zahlreichen Aufgaben natürlich auch Nutzungskonflikte erwachsen, läßt wohl unschwer ableiten.

Daß diese Multifunktionalität jedoch auch als Chance begriffen werden muß, zeigen die Probleme bei der Ausweisung von Nationalparken, in denen Aspekte des Arten- und Biotopschutzes Priorität genießen oder zumindest genießen sollten. Da die ortsansässige Bevölkerung und die Betriebe in Nationalparken zum Teil starken Nutzungseinschränkungen unterliegen, ist die Akzeptanz häufig relativ niedrig und das Konfliktpotential entsprechend groß.

Bei beiden Schutzkategorien gilt es gleichermaßen, durch Aufklärungs- und Informationsarbeit den häufig nicht ganz unberechtigten Ängsten der Betroffenen zu entgegen und ihnen die resultierenden Einschränkungen, die aus der Ausweisung erwachsen, darzulegen aber auch die positiven Wirkungen und entstehenden Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Häufig zieht die Einrichtung eines Nationalparks und insbesondere eines Naturparks den raschen Aus- und Aufbau der touristischen Infrastruktur nach sich. Arbeitsplatzverluste im primären und sekündären Wirtschaftssektor können häufig kompensiert werden oder zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden, was sich auf die Einkommenssituation und die Kaufkraft auswirkt. Progressive wirtschaftliche Impulse können also häufig prognostiziert werden. Idealerweise kommt es zu einer Verknüpfung der wirtschaftlichen Standbeine Landwirtschaft und Tourismus mit dem Naturschutz. Auf der Grundlage der schützenswerten Landschaften sollen Wirtschaftsweisen angeregt werden, die umweltschonend und rentabel sind. In diesem Sinne scheint der Ökologische Landbau und eine nachhaltige Tourismusentwicklung (sanfter Tourismus) am besten geeignet (vgl. Beckmann & Lindemann 1997).

Für die beiden Schutzkategorien erwachsen jedoch aus der "touristischen Inwertsetzung" zum Teil erhebliche Probleme. Insbesondere der Naturschutz steht in diesem Zusammenhang vor noch einem weitgehend ungelösten Problem. Auf der einen Seite ist ein möglichst enger Kontakt des Bürgers mit der Natur erwünscht, da man sich hiervon eine Förderung des Naturverständnisses und die Identifikation mit den Zielen des Naturschutzes verspricht, auf der anderen Seite ergeben sich durch die Erholungsnutzung erhebliche Probleme für den Arten- und Biotopschutz.

Die Besucherzahlen nehmen gewaltige Dimensionen an. In den Nationalparks der USA z. B., zählte man 1981 bereits insgesamt 327 Mio. Besucher (vgl. Plachter, S. 334, 1991). Die Hauptbelastungen erwachsen aus den Erschließungsmaßnahmen, der Verstärkung des Naturtourismus, der auf die seltenen oder noch weitgehend unberührten Regionen zielt, der sich verstärken Kurzzeiterholung und, in globaler Sicht, des Fernreisetourismus. Es kommt u.a. zu massiven visuellen und akustischen Störungen und Vegetationsschäden durch Tritt und Befahren (auch Wassersport) sowie der direkten Entnahmen von Tieren und Pflanzen. Man versucht dieser Entwicklung mit Lehrpfaden, Aussichtsplattformen, Aufsichtspersonal, Beschilderung oder mit Bohlwegen zu begegnen, was die Situation sehr häufig jedoch nur unwesentlich verbessert.

5. Der Deutsch-Belgische Naturpark Hohes Venn-Eifel

5.1 Überblick

Der Deutsch-Belgische Naturpark liegt im Herzen Westeuropas, eingegrenzt durch das Flußsystem von Rhein, Mosel und Maas, inmitten der Mittelgebirge Eifel und Ardennen. Dieser Lage verdankt das Naturparkgebiet seine reizvolle landschaftliche Eigenart.

Der Naturpark Hohes Venn-Eifel erstreckt sich auf einer Fläche von 2.485 km² entlang der belgisch-deutschen Grenze und setzt sich aus dem belgischen Naturpark Hohes Venn mit 722 km², dem Naturpark Nordeifel mit 1.404 km² in Nordrhein-Westfalen und 404 km² in Rheinland-Pfalz zusammen. Eine Zusammenarbeit zwischen diesen Teilgebieten findet bereits seit 1971 statt, welche damals durch einen Staatsvertrag geregelt wurde.
 

Abb. Nr. 2: Lage des Deutsch-Belgischen Naturparks Hohes Venn - Eifel

Quelle verändert nach: PROTOUR-Bericht (1995): Hohes Venn-Eifel. Düren. S. 7.

5.2 Geomorphologie

Die Landschaft der Hohe Venn-Eifel Region ist ein durch Land- und Forstwirtschaft geprägtes Mittelgebirge. Auf den zahlreichen Hügelrücken wechseln sich Wälder und offene Landschaften mit Wiesen, Weiden und landwirtschaftlich genutzten Äckern ab. Hochflächen mit tief eingeschnittenen Tälern und imposanten Felsformationen bieten ein abwechslungsreiches Bild. An Steinbrüchen kann man das Innenleben des Schiefergebirges erkennen. Der Schiefer ist das charakteristische Schichtgestein dieser Region, jedoch sind auch andere Gesteine, wie der Quarzit und der Buntsandstein, hier zu finden. Die Entstehungsgeschichte geht weit zurück:

Das Hohe Venn bildete vor ca. 500 Millionen Jahren (im frühen Erdaltertum) ein Gesteinsmassiv aus kambrischen Quarzit und Tonschiefer. Noch heute kann man gewaltige Quarzitblöcke aus dieser Zeit sehen. Die Wasserdurchlässigkeit des Tonschiefers führte zur Hochmoorbidung: Die Torfschicht des Venns hat heute eine Stärke von bis zu 10 m.

Vor 370 Millionen Jahren (im mittleren Erdaltertum) drang das Meer bis in das Eifelgebiet vor. Durch die Wassermassen sank der Trog immer tiefer ein, und hatte somit genügend Platz zur Aufnahme großer Sedimentmassen. Die bedeutendsten Kalkmulden, die zu dieser Zeit entstanden, ziehen sich von Zülpich im Eifel-Vorland bis nach Trier (die Sötenicher, die Blankenheimer, die Dollendorfer, die Hillesheimer, die Gerolsteiner, die Salmerwald-, die Schneifel- und die Prümer Mulde). Die Mulden enthalten Quarzite, Kalk und Mergel, Dolomite, Buntsandsteine und tertiäre Basalte. Fossile und Muscheln, die sich in den untersten Schichten finden lassen, sind Zeugen dieser Zeit.

Das erste Gebirge enstand vor ca. 220 Millionen Jahren. Die Erdkruste verschob sich, dadurch wurden Gesteinsmassen zusammengeschoben bzw. verbogen. Sättel und Mulden formierten sich. Nach einer weiteren Erdkrustenverschiebung enstand im nördlichen Teil der Vennsattel.

In der Folgezeit wurde das Gebirge durch natürliche äolische und fluviale Erosionsformen abgetragen. Eine Rumpffläche blieb zurück. Später drang das Meer erneut vor und es kam wieder zu Sedimentablagerungen. In der Gegend um Nideggen sind noch Buntsandsteinfelsen aus dieser Zeit zu erkennen.

Die jüngsten Formungsprozesse sind durch das Wasser geprägt, welches durch Fluß- und Bachläufe tiefe Landschaftseinschnitte hervorrufen. Zeugen der letzten Eiszeit sind kreisförmige Steinwälle um nasse Bodenvertiefungen im Hohen Venn (= Pingos bzw. Palsen).

5.3 Lebensräume

Das besondere der Landschaft im Naturpark Hohe Venn-Eifel ist nicht wie sonst üblich eine spezielle einzigartige Landschaft, sondern vielmehr die Vielfalt dieses Naturraums: Hügelrücken wechseln sich mit Wälder und offene Landschaften, mit Flüssen und Seen, Wiesen, Hecken und Tälern ab. Reine Luft, sauberes Trinkwasser und intakte zu schützende Biotopen lassen die Einzigartigkeit des Besonderen spüren. Im Naturpark Hohes Venn-Eifel sind verschiedene Lebensräume zu finden, die zu einem speziellen Erholungscharakter beitragen.

Das Hohe Venn ist einer der größten Hochmoorlandschaften in Mitteleuropa, welche nach der letzten Eiszeit vor ca. 8.000 Jahren entstanden ist. Meterdicke Torfschichten nehmen die Niederschläge auf und lassen diese wiederum in kleinen Rinnsälen und Bächen (u.a. Hill, Olef und Rur) abfließen.

Zudem durchziehen Hecken die gesamte Landschaft vom Hohen Venn und der Eifel. Flurhecken, meist Buche, Eiche, Esche, Ahorn, Weißdorn, Haselnuß und Holunder, bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren. Die Hecken schützen das Vieh vor Wind und Wetter und den Boden vor Winderosionsschäden.

Flüsse, Bäche und Rinnsale sind ein andere Elemente, welche diesen Lebensraum prägen. Viele Flüsse und Bäche führen das ganze Jahr sauberes und auf natürlichem Weg gefiltertes Wasser. Aufgrund des Wasserreichtums in den Quellgebieten der größeren Wasserläufe wurden im nördlichen Naturparkteil eine Reihe von großen Talsperren geschaffen. Diese 17 Talsperren sind für die Region und das Umland unverzichtbarer Bestandteil für die Trinkwasserversorgung. Die Oberflächengewässer haben häufig eine Qualität von anderenorts vorzufindenen Forellenstandorten.

Große Teile des Naturparks Hohes Venn-Eifel sind mit Wald bedeckt. Ursprünglich waren Buchen und Eichen heimisch. Durch den Raubbau, vor allem zu Beginn dieses Jahrhunderts, veränderte sich das Landschaftsbild zunehmend. Weiden und Ackerland ersetzten den Wald. Heute findet man vornehmlich Fichten, mit denen die Aufforstung wieder einsetzte, da sie anspruchslos und schnell im Wuchs sind. In geringerem Umfang sind jedoch immer noch Buchen-, Eichen-, Ahornwälder zu finden. Rehe, Rothirsche, Wildschweine, Füchse und Dachse sind weit verbreitet.

5.4 Landschaften im Hohen Venn und Eifel

5.4.1 Das Eifelvorland

Das Eifelvorland ist der nördlichste Ausläufer des Naturparks und gliedert sich ins Vennvorland, Vennabdachung und die Börde. Der bewaldete Vennanstieg stellt eine klare Trennlinie zum Hohen Venn dar. Bei einer Fahrt mit der historischen Vennbahn von Eupen nach Bütgenbach läßt sich dieses sowie der Reiz dieser besonderen Landschaft leicht nachvollziehen.

Weite Grünflächen und sanfte Erhebungen im Vennvorland bieten den Landwirten günstige Voraussetzungen für eine ausgeprägte Milchviehwirtschaft. Der Reichtum vergangener Tage vermittelt u.a. die Architektur denkmalgeschützter Wohnstätten in den Städten Eupen und Stolberg. Der Blaustein ist das typische Baumaterial vieler alter Gebäude. Die Vennabdachung ist dagegen durch ausgedehnte Wälder, wasserreiche Bäche, enge Töler und Moorheiden gekennzeichnet. Die vorgelagerte lößbedeckte Börde wird hingegen mit intensiven Ackerbau genutzt, und ist somit dicht besiedelt.

5.4.2 Das Hohe Venn

Dieser Naturraum ist für Europa ein einzigartiges Hochmoorgebiet, welches als Ergebnis einer jahrtausendlangen Entwicklung gesehen werden kann. Der den normalen Gebirgsrumpf um etwa 100 Meter überragende Sattel des Hohen Venn ist die erste Barriere für die atlantischen Westwinde. So kommt es nicht selten vor, daß auf dem Vennhochplateau Jahresniederschläge von 1.300 mm niedergehen. Das rauhe Klima und die hohen Niederschläge ließen das nährstoffarme Moor entstehen. Seit Ende des letzten Jahrhunderts wurde damit begonnen, das Moor trocken zu legen. Dieser Prozeß wurde durch die Fichtenaufforstung fociert. Inzwischen stehen weite Teile des Hohen Venn unter Naturschutz.

Das Hohe Venn ist vor allem Besuchermagnet für die belgische Bevölkerung. Um diesen Belastungen durch den aufblühenden Tourismus stand zu halten, hat man 1992 damit begonnen, die Besucherströme zu steuern bzw. einzudämmen. Als sichtbaren Erfolg ist mittlerweile das fast schon überall ausgestorbene Birkhuhn im Hochmoor wieder heimisch. Das Naturpark-Zentrum Botrange, beim mit 694 m höchsten Punkt des Venns gelegen, bietet zahlreiche Aufklärungsaktivitäten zum Thema Natur- und Landschaftsschutz.

5.4.3 Die Rureifel

Im Osten des Hohen Venn schließt sich die Rureifel mit den großen Wäldern und dem tief eingeschnittenen Rurtal an. Zudem wird die Rureifel als Wasserspeicher genutzt: sowohl die Flüsse Rur, Urft, Olef, Kall, wie auch die Bäche Perlen-, Wehe- und Dreilägerbach wurden zu Talsperren aufgestaut, aus denen auch heute noch Trink- und Brauchwasser gewonnen wird. Diese Landschaft wird auch Eifeler Seenplatte bezeichnet.

Besonders landschaftsprägend ist das Monschauer Heckenland mit seinen haushohen Windschutzhecken. Da das Klima vor allem im Winter sehr eisig war, ließ man diese Rotbuchenhecken anpflanzen, um die Häuser und Tiere vor Wind, Regen und Schnee zu schützen. Der Naturpark unterstützt Besitzer und Pächter mit Prämien für die Pflege dieser Hecken.

Auf den nährstoffarmen meist bodensauren Schieferstandorten der Rureifel waren ursprünglich Buchenwälder heimisch. Das heute größte zusammenhängende Buchenwaldgebiet der Nordeifel, ist das etwa 3.100 Hektar große Kermeter zwischen dem Urft- und Rurtal. In Gmünd befindet sich ein Walderlebniszentrum.

5.4.4 Die Hocheifel

Im südlichsten Teil des Naturparks befindet sich die Hocheifel, mit ihren hohen, bewaldeten Bergrücken. Enge, tiefe Täler, die die Flüsse Amel, Warche und Our in die Hochfläche eingegraben haben, prägen dieses Landschaftsbild auf belgischer Seite bis nach Rheinland-Pfalz Bild der Landschaft. Zu den langgestreckten bewaldeten Höhenzügen gehören u.a. der Ommerscheider und Losheimer Wald, sowie die Schneifel mit dem 698 Meter hohen "Schwarzen Mann".

Die Bevölkerung lebt hier hauptsächlich von der Viehwirtschaft. Durch intensive Bewirtschaftung wurde jedoch die Artenvielfalt der Wiesen- und Weidelandschaft reduziert. Erst durch einsetzende Förderungsprogramme werden Wiesen brach gehalten, so daß eine Rekultivierung stattfinden kann.

5.4.5 Die Kalkeifel

Im Osten des Naturparks befindet sich die Kalkeifel, die sich in Mechernicher Voreifel, Kalkeifel und Münstereifeler Wald gliedert.

Schon die Römer haben die Vorteile dieser Region erkannt, denn sie zeichnet sich durch gute Böden, ein mildes Klima und relativ geringe Niederschläge aus.

Flach gewellte, waldarme Landschaften mit jüngeren Kalken und Sandsteinen sind charakteristisch für die Mechernicher Voreifel. Sie bietet sich für Weizenanbau, Ackerbau und Streuobstwiesen an. Zudem fanden Förderungen von Zink- und Bleivorhaben statt.

Typisch für die Kalkeifel ist das kleinräumige Relief. Kleine Hügel, Täler und flache Ebene bilden ein wechselndes Naturbild. Viele ehemalige Waldflächen, die nach der Rodung als Schafweiden genutzt wurden, sind heute Standorte für ökologisch wertvolle Halbtrockenterassen. Dabei ermöglicht der Kalkstein an Sonnentagen eine zusätzliche Erwärmung, welches durch hier vorzufindende submediterrane Pflanzen deutlich wird. Der Kalk in den Mulden ist eine Hinterlassenschaft des Meeres, welches vor etwa 370 Millionen Jahren bis hierher vordrang. Das Naturerlebnisdorf Nettersheim bietet Veranstaltungen zur Erdgeschichte, zusätzlich starten von hier geführte Naturführungen.

Hochflächen aus Schiefer und Grauwacke sind Charakteristikum für den Münstereifeler Wald. Ausgedehnte Laubwälder sind hier typisch.
 
 

Tab. Nr. 2: Mittlere Klimadaten der fünf Landschaften im Hohen Venn-Eifel
 
 
Eifelvorland
Hohes Venn
Rureifel
Hocheifel
Kalkeifel
Mittlere Höhe 

(m über NN)

150 - 350
500 - 700
400 - 650
500 - 700
350 - 550
Jahrestemperatur-mittel (in °C) 
7,8 - 9,5
6,2 - 7,0
6,0 - 7,5
5,8 - 7,0
6,7 - 8,0
Niederschlag 

pro Jahr (in mm)

800 - 930
1.100 - 1.250
700 - 1.200
1.000 - 1.100
700 - 850

Quelle: Paffen, 1963/Völz, 1986

5.5 Organisation und Verwaltung des Deutsch-Belgischen Naturparks

Am 03.02.1971 wurde zwischen den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und dem Königreich Belgien durch einen Staatsvertrag der Deutsch-Belgische Naturpark ins Leben gerufen. Der belgische Naturpark Hohes Venn-Eifel und der Naturpark Nordeifel unterliegen jedoch weiter jeweils ihren nationalen Gesetzgebungen und haben damit eigene Organisationsstrukturen. Naturparkträger ist auf deutscher Seite der Naturpark Nordeifel e.V. und auf belgischer Seite die Provinz Lüttich, zusätzlich wurde eine Beratende Kommission gebildet.

Der Deutsch-Belgische Naturpark koodiniert die Arbeit der beiden Naturparke und verwaltet gemeinsame Projekte, welche u.a. über EU-Mittel finanziert werden.

5.6 Grenzübergreifende Projekte

Als erstes Ergebnis der grenzübergreifenden Arbeit wurde im Jahr 1977 für das gesamte Gebiet des Naturparks Hohes Venn-Eifel eine Naturparkkarte (1 : 50000), ergänzt durch einen in beiden Sprachen erhältlichen landeskundlichen Führer, herausgegeben.

Zudem können auch zahlreiche touristische Projekte des Deutsch-Belgischen Naturparks als Ergebnis der sicherlich noch ausbaufähigen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit herausgestellt werden. So wurden Naturerziehungsschilder in vielen Gebieten aufgestellt, ein grenzübergreifendes Radwandernetz, ein Netz Grüner Straßen, sowie eine dreisprachige Broschüre zur Besucherinformation des Naturparks herausgegeben.

Durch zusätzliche Mittel aus dem INTERREG-Programm laufen bzw. sind noch zahlreiche anderer Projekte geplant, zu denen ein Heckenpflegeprogramm und auch das Tälerpflegeprogramm Olef-Schalm-Perlenbach zählen.

Als Koorperationspartner und Teilträger ist der Deutsch-Belgische Naturpark zudem an dem von PROTOUR erarbeiteten "Maßnahmenkatalog zur Förderung des Fremdenverkehrs in Hohem Venn-Eifel" beteiligt.

Der Deutsch-Belgische Naturpark versucht insgesamt seinen besonderen Landschaftscharakter zu vermitteln und gleichzeitig den Schutz empfindlicher Bereiche zu sichern. Im Naturpark Hohes Venn - Eifel laufen landschaftsbezogene Angebote zusammen, die dabei als zentrales Instrument des Landschaftserlebens fungieren. Der Naturpark koordiniert örtliche Initiativen und Träger, betreut die Natur- und Erlebniszentren, entwickelt Standards für Informationstafeln und Lehrpfade, und arbeitet mit touristischen Trägern zusammen.
 
 

Literaturverzeichnis

Beckmann J. & Lindemann A.: Elbtalaue. Faltblatt des NABU Niedersachsen, 1997.

Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Daten zur Natur. Bonn, 1997.

Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Studie über bestehende und potentielle Nationalparke in Deutschland. In: Angewandte Landschaftsökologie, Heft 10, Bonn, 1997.

Deutsch-Belgischer Naturpark (Hrsg.): Landschafts- und Entwicklungsplan. 1979.

Doering-Manteuffel, S.: Die Eifel. Geschichte einer Landschaft. Frankfurt a.M. 1995.

Krott M.: Skript zur Vorlesung: Politikfeldanalyse Naturschutz. Universität Göttingen, Institut für Forstpolitik und Naturschutz, Wintersemester 1997/1998.

Mühlenberg, M. & Slowik, J.: Kulturlandschaft als Lebensraum. UTB für Wissenschaft: Uni-Taschenbücher; 1947, Quelle und Meyer, Wiesbaden, 1997.

Neu, P.: Eisenindustrie in der Eifel. Aufstieg, Blüte und Niedergang. Köln 1989.

Paffen, K. H.: Die Eifel, Land der Maare und Vulkane; Landschaftsformen und Klima. In: Deutsche Landschaften. Band 134. Essen 1963.

Plachter, H.: Naturschutz. UTB für Wissenschaft: Uni-Taschenbücher; 1563, G. Fischer, 1991.

Protour-Bericht (1995): Hohes Venn-Eifel. Düren.
 

Anhang

Nationalparke in Deutschland (Stand: 01.07.1995)
 
Nr. Nationalpark
Bundesland
Gründungsjahr
Gesamtfläche (ha)
1 Niedersächsisches Wattenmeer
NI
1986
240 000
2 Hamburgisches Wattenmeer
HH
1990
11 700
3 Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
SH
1985
285 000
4 Vorpommersche Boddenlandschaft
MV
1990
80 500
5 Jasmund
MV
1990
3 000
6 Müritz-Nationalpark
MV
1990
31 800
7 Hochharz
SN
1990
5 885
8 Sächsische Schweiz
SN
1990
9 292
9 Bayerischer Wald
BY
1970
13 042
10 Berchtesgaden
BY
1978
21 000
11 Harz
NI
1994
15 800
12 Unteres Odertal
BB
1995
9 500

Quelle: Bundesamt für Naturschutz

Gesamtfläche mit Wattenmeer: 726 523 ha (2% des Bundesgebietes)

Gesamtfläche ohne Wattenmeer: 189 823 ha (0,5% des Bundesgebietes)
 
 

Anzahl der Naturparke in Deutschland (Stand: Januar 1995)
 
Land
Anzahl
Fläche (km2)
Fläche%
Baden-Württemberg
5
3 539
9,9
Bayern
17
20 641
29,3
Berlin
-
-
-
Brandenburg
1
205
0,7
Bremen
-
-
-
Hamburg
1
38
5
Hessen*
9
6 58
29,2
Mecklenburg-Vorpommern
2
482
2,1
Niedersachsen*
12
7 80
16,6
Nordrhein-Westfalen
14
10 080
29,6
Rheinland-Pfalz*
6
4 589
23,1
Saarland*
1
1 020
39,7
Sachsen
-
-
-
Sachsen-Anhalt
1
257
1,3
Schleswig-Holstein
5
1 899
12,1
Thüringen*
-
-
-
Deutschland
74*
56 788
15,9

Quelle: Bundesamt für Naturschutz

* In diesen Ländern kommen Naturparke vor, die grenzübergreifend sind, deshalb kommt es in der Summe zu Doppelzähligen: die Anzahl der Naturparke beträgt 68, sechs von ihnen liegen in zwei Bundesländern.
 

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Der Preis beträgt 13.-Euro (gebunden, ca. 180 Seiten). Bezahlung vorzugsweise per Überweisung im voraus.

Bitte wenden Sie sich an:

Michael Waibel
Geogr. Institut der Universität Göttingen
Goldschmidtstr. 5
D-37077 Göttingen
Tel. (für Rückfragen): 0551-39.80.55


Letzte Änderung: 15.06.1999 - maw

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