Projektstudie ttinger Weihnachtsmarkt
Eventtourismus am Beispiel des Göttinger Weihnachtsmarkts

Im Rahmen eines Seminars zur angewandten Geographie (Grundstudium), inkl. 3 Geländetage

WS 2000/2001

Seminarleitung
Dr. Michael Waibel

in Zusammenarbeit
dem Ordnungsamt der Stadt Göttingen

Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Alexandra Fricke, Andrew Giles, C. Stromeyer, Denny Tarwitz, Ingo Schmücker, Jan K. Biener, Jörg Gödecke, Julia Stollberg, Juliane Möhle, Mirco Johannes, Nicole Lederer, Nora Wieczorek, Sandra Himmel, Susanne Wirth, Sven Hüning, Thomas Warnecke, Thorsten Arens, Tobias Rohloff, Yvonne Jaschkiewitz

 

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Folien/Materialien zum Downloaden
(Die Folien sind mit Acrobat Reader lesbar)

FOLIE 02 - Literaturliste
FOLIE 03 - Zeit- und Ablaufplan des Seminars

FOLIE 05 - Beispiele für Veranstaltungen
FOLIE 06 - Kategorisierung von Großveranstaltungen

FOLIE 07 - Def./Abgrenzung von Events - Eventtourismus

FOLIE 08 - Nutzendimensionen von Veranstaltungen

FOLIE 09 - Nutzungspositionierung von Veranstaltungen

FOLIE 10 - Verschiedene Definitionen von Tourismus

FOLIE 11 - Def. Tourismusarten/Def. Tourismusformen

FOLIE 12 - Def. Tourismus von EU/Eurostat (3 Seiten)

FOLIE 13 - Das Reiseverhalten der Deutschen (aus der Reiseanalyse 98/2000, 7 Seiten)

FOLIE 14 - Das Reiseverhalten der Deutschen (aus der Reiseanalyse 98, 6 Seiten)

FOLIE 15 - Stadttourismus in Deutschland (Rangliste nach Übernachtungen im Reiseverkehr)

FOLIE 16 - Tourismus in Göttingen (Zahlen von 1999)

FOLIE 17 - Hinweise zur Erstellung von Fragebögen (2 Seiten)

FOLIE 18 - Hinweise zur Rethorik bei Vorträgen


Historie des Göttinger Weihnachtsmarkts
Wie andere Weihnachtsmärkte auch ging der Göttinger Weihnachtsmarkt aus einem in der Vorweihnachtszeit abgehaltenen Jahrmarkt hervor. Noch vor 120 Jahren spielte das eigentliche weihnachtliche Angebot eine untergeordnete Rolle. Die Idee zum Weihnachtsmarkt entwickelte sich von der klassischen Marktfunktion im 17. Jahrhundert, also dem Angebot von Bedarfs- und Geschenkartikeln, zu einer zunehmend idealisierten Veranstaltung, bei welcher die emotionale Komponente, die Vermittlung des weihnachtlichen Ambientes, im Vordergrund zu stehen begann. Das Erlebnis des Weihnachtsmarktes wurde wichtiger als der eigentliche Einkauf.

Weihnachtsmärkte als städtisches Event
Heute werden Weihnachtsmärkte unter diesem Aspekt bewusst als Kommunikationselement "städtisches Event" im Stadtmarketing eingesetzt und stellen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Nach der Eventdefinition in der Tourismusforschung (vgl. FREYER: 1996) wäre der Göttinger Weihnachtsmarkt in seiner heutigen Form als ein Mini-Event zu bezeichnen. Mini-Events zeichnen sich in Abgrenzung zu Mega- und Medium-Events durch eine meist jährliche Wiederholung aus, locken vor allem Einheimische und Bewohner aus der näheren Umgebung, liefern allerdings eher geringe Übernachtungseffekte für die Region. Die Vorbereitungsphase ist mit einer Zeitdauer von maximal einem Jahr relativ kurz, das Medieninteresse ist eher lokal.

Regionalwirtschaftliches Potenzial
In seiner Event-Intensität, die gemessen werden kann am Verhältnis von Besuchern zu Einwohnern, Eventkosten zum regionalen Budget sowie der Belastung der Ver- und Entsorgungskapazitäten, ist der Göttinger Weihnachtsmarkt allerdings von enormer Bedeutung für die Stadt Göttingen. Er ist das regionalwirtschaftlich bedeutendste städtische Event mit Besucherzahlen zwischen 400.000 und 500.000, einem direkten Umsatz von 4,8 bis 6 Mio. DM sowie einem vergleichsweise hohen organisatorischen Aufwand. Neben diesen direkten Effekten hat der Weihnachtsmarkt weitere indirekte Auswirkungen. So profitieren der Einzelhandel und die Gastronomie in der Innenstadt in erheblichem Maße von den Weihnachtsmarktbesuchern. Auch der Göttinger ÖPNV kann mit höheren Fahrgastzahlen rechnen. Mini-Events haben im übrigen durchaus das Potenzial, sich zu einem Medium- oder Mega-Event zu entwickeln. Hier sei allen voran das Beispiel des Christkindl-Marktes in Nürnberg genannt.

Vorgehensweise der empirischen Untersuchung
Für die Besucherbefragung wurde ein standardisierter Fragebogen mit geschlossenen und halboffenen Fragen verwendet. Es wurde zunächst ein Pretest durchgeführt. Eine Grundgesamtheit von 1.000 Befragten wurde angestrebt, um die Repräsentativität der Stichprobe auch nach Bildung von Untergruppen innerhalb der Gruppe der Befragten sicherzustellen. Zur Auswertung standen schließlich 992 Fragebögen zur Verfügung. Die Auswahl der Befragten erfolgte nach dem Zufallsauswahlverfahren.
Es wurden drei verschiedene Befragungsstandorte auf dem Marktareal festgelegt (1. im Bereich der Glühweinstände, 2. im Einkaufsbereich des Marktes, 3. im Bereich des Riesenrades), da davon auszugehen war, dass die Ergebnisse in Abhängigkeit vom Standort der Befragten variieren. Des weiteren wurde in fünf verschiedene Befragungsintervalle differenziert, da sich Ziele und Verhalten der Besucher zu verschiedenen Tageszeiten unterscheiden. Der Befragungszeitraum lag zwischen 13.00 und 20.30 Uhr. Zwei Drittel der Befragungen fanden innerhalb der Woche, ein Drittel der Befragungen am Wochenende statt. Der Fragebogen für die Besucherbefragung war auf die folgenden Themen ausgerichtet: Angaben zum Besucherverhalten, Angaben zum Angebot auf dem Weihnachtsmarkt, Angaben zum Angebotsmix, Negativbewertung, Wahrnehmung der Werbemaßnahmen sowie demographische Angaben.
Im Rahmen der Anbieterbefragung wurden 57 Standbetreiber interviewt, das entspricht knapp 80 Prozent der Gesamtzahl der Anbieter auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt. Der standardisierte Fragebogen für die Anbieterbefragung setzte sich aus offenen, halboffenen und geschlossenen Fragen zusammen und war in folgende Abschnitte gegliedert: Angaben zur Unternehmensstruktur, Bewertung der Organisation und des Werbekonzeptes, subjektive Wahrnehmung des Verhältnisses der Weihnachtsmarktbeschicker zum Göttinger Einzelhandel, der Entwicklung der Besucherströme und des Einzugsgebietes (Quelle:
Lange,Tanja & Waibel, Michael (2001): Der Göttinger Weihnachtsmarkt als städtisches Event - Ergebnisse einer vom Geographischen Institut der Universität Göttingen im Jahr 2000 durchgeführten Besucher- und Anbieterbefragung. In: Göttinger Statistik Aktuell (3). März 2001).

Teilergebnisse der empirischen Untersuchung
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BESUCHERBEFRAGUNG: Fragebogen Besucher
BESUCHERBEFRAGUNG:
Karte des Besuchereinzugsgebiets des Göttinger Weihnachtsmarkts
BESUCHERBEFRAGUNG: Persönliche Angaben der Weihnachtsmarktbesucher
BESUCHERBEFRAGUNG: Wie häufig besuchen Sie den Weihnachtsmarkt?
BESUCHERBEFRAGUNG: Mit welchem Ziel besuchen Sie heute den Weihnachtsmarkt?
BESUCHERBEFRAGUNG: Mit welchem Verkehrsmittel sind Sie in die Stadt gekommen?
BESUCHERBEFRAGUNG: Wie viel Geld geben Sie heute auf dem Weihnachtsmarkt aus?
BESUCHERBEFRAGUNG: Bewertung des Weihnachtsmarktes in Göttingen und Goslar - nach Schulnoten (von 1 bis 6)
BESUCHERBEFRAGUNG: Wie bewerten Sie die Zusammensetzung des Angebots auf dem Weihnachtsmarkt im Vergleich zu den vergangenen Jahren?
BESUCHERBEFRAGUNG: Was gefällt Ihnen auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt nicht?

ANBIETERBEFRAGUNG: Fragebogen Anbieter

ITB (Internationale Tourismusbörse Berlin)
Posterpräsentation der wichtigsten Ergebnisse auf der ITB 2001

Presse
PRESSE 1
- Artikel vom 1.12.00 im Göttinger Tageblatt über die Projektstudie 'Göttinger Weihnachtsmarkt'

PRESSE 2 - Artikel vom 22.12.00 im Göttinger Tageblatt über die vorläufigen Ergebnisse der Projektstudie 'Göttinger Weihnachtsmarkt'

Publikation
Lange,Tanja & Waibel, Michael (2001): Der Göttinger Weihnachtsmarkt als städtisches Event - Ergebnisse einer vom Geographischen Institut der Universität Göttingen im Jahr 2000 durchgeführten Besucher- und Anbieterbefragung. In: Göttinger Statistik Aktuell (3). März 2001.

Gruppenbild
PHOTO - Aufnahme der Gruppe vom 19.12.2000 während einer Exkursion auf dem Weihnachtsmarkt von Goslar

Links
Göttinger Weihnachtsmarkt e.V.
Statistisches Bundesamt Wiesbaden - Daten zum Tourismus

Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA)

Fremdenverkehrsseite der Abt. für Kultur- und Sozialgeographie mit vielen Links zum Thema

GöFest - Göttinger Eventagentur

Bratwurst Glöckle - Schausteller auf Göttinger Weihnachtsmarkt

Institut zur Erforschung und Förderung des mobilen Handels GmbH - An-Institut der Hochschule Harz, Wernigerode


  * Letzte Änderung: 15.08.2005 - maw

_ Zur Homepage der Untersuchung zum Göttinger Wochenmarkt 2001

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