Seminars zur angewandten Geographie (Grundstudium), inkl. 3 Geländetage

Sommersemester 1997

Seminarleitung
Dr. Michael Waibel

EINLEITUNG: Students on the Road?!

Die These, daß sich das Mobilitätsverhalten von Studierenden deutlich von dem Rest der deutschen Bevölkerung unterscheidet, ist Anlaß für die vorliegende Projektstudie gewesen.

 Im Rahmen dieser Studie ist versucht worden, ein differenzierteres Bild der studentischen Mobilität aufzuzeigen. Der Komplex der Elternbesuche ist für uns in diesem Zusammenhang besonders interessant gewesen, da Elternbesuche als häufigster Anlaß für räumliches Mobilitätsverhalten angesehen wurden. Daneben wurde das Reiseverhalten der Studierenden anhand einiger Schlüsselindikatoren näher erforscht und mit dem Reiseverhalten der deutschen Gesamtbevölkerung verglichen.

Bei beiden Themenkomplexen hat uns die Fragestellung der Verkehrs-, bzw. Reisemittelwahl der Göttinger Studierenden besonders interessiert: Welche Rolle spielen Fahrrad, PKW, die Deutsche Bahn oder der ÖPNV in Hinblick auf das Mobilitätsverhalten? Auch Vergleiche mit der deutschen Gesamtbevölkerung sind im Rahmen dieser Projektstudie angestrebt worden: Nutzen bspw. Studierende, die in unserer Gesellschaft oft als Vorreiter für den Umweltschutz angesehen werden, die Deutsche Bahn oder den ÖPNV häufiger als der Rest der Bevölkerung für ihre Reisen oder Elternbesuche? Wo gibt es Gemeinsamkeiten und wo Unterschiede hinsichtlich den Reisehäufigkeiten und hinsichtlich der Reiseziele?

 Die folgenden Kapitel spiegeln die Ergebnisse der obigen Fragestellungen wieder. Diese Ergebnisse repräsentieren das Mobilitätsverhalten der Göttinger Studierenden hinreichend: Insgesamt sind im Rahmen der Befragung Interviews mit 520 Studierenden durchgeführt worden. Bei ca. 27.000 eingeschriebenen Studierenden ergibt dies einen Prozentsatz von knapp 2 % aller Studierenden. Damit ist Repräsentativität der Befragungsergebnisse gewährleistet.
Einen Eindruck in das Mobilitätsverhalten von Studierenden im allgemeinen kann der vorliegende Bericht jedoch nur begrenzt geben, da, gerade was die Herkunft der Studierenden betrifft, die Situation in der recht kleinen Universitätsstadt Göttingen doch recht viele lokalspezifische und nicht auf andere Städte übertragbare Merkmale aufweist.

Im letzten Kapitel sind die wichtigsten Schlußfolgerungen dieser Studie nochmals auf einer Seite zusammengefaßt worden.


INHALTSVERZEICHNIS

1.
EINLEITUNG: STUDENTS ON THE ROAD?!

2. PERSÖNLICHE ANGABEN/VERFÜGUNG ÜBER VERKEHRSMITTEL

2.1. Das Alter
2.2. Die Semesterzahlen

2.3. Der Wohnort

2.4. Das Einkommen

2.5. Verfügung über Verkehrsmittel

3. DER KOMPLEX DER ELTERNBESUCHE

3.1. Entfernung des Elternortes
3.2. Häufigkeit der Elternbesuche
3.3. Beziehung zw. Entf. des Elternortes und Häufigkeit des Elternbesuches

3.4. Beziehung zw. Entf. des Elternortes und Verkehrsmittelwahl

4. DIE NUTZUNG DER DB UND DES ÖPNV

4.1. Die Nutzung der DB und ihrer Vergünstigungen
4.2. Die Nutzung der DB-Vergünstigungen im Vergleich mit den offiziellen Angaben der DB

4.3. Die Nutzung des ÖPNV in Göttingen

4.4. Verkehrsmittelwahl bei Einkauf im Stadtzentrum oder auf der grünen Wiese

5. DAS REISEVERHALTEN

5.1. Reisehäufigkeiten
5.2. Die Reiseziele Göttinger Studierender nach Kontinenten

5.3. Reiseziele innerhalb Europas der Göttinger Studierenden und im nationalen Vergleich

5.4. Reisemittel Göttinger Studierender innerhalb Deutschlands und Europas und im nationalen Vergleich

5.5. Beziehung zw. Einkommen und Reisehäufigkeit

6. AUF EINEN BLICK: DIE HEADLINES


Letzte Änderung: 11.02.1998 - maw

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